Dienstag, 28. März 2017

Entrepreneure des Jahres 2014: Hitfox Group Der Frühstarter

Sieger in der Kategorie "Startup": Jan Beckers, Gründer und CEO der Hitfox Group
Dominik Butzmann für manager magazin
Sieger in der Kategorie "Startup": Jan Beckers, Gründer und CEO der Hitfox Group

3. Teil: Ausgewählte Finalisten der Kategorie "Startup"

Sven-Oliver Pink, Florian Michajlezko: Ergobag

Kinder: Kann man den Rucksack neu erfinden? Ja, sagten sich die beiden Freunde Florian Michajlezko (30) und Sven-Oliver Pink (35) und entwickelten 2010 einen ergonomischen Schulrucksack. Ihre Firma nannten sie folgerichtig Ergobag. Sie trat gegen die Großen der Branche (Scout, McNeill und Hama) an und eroberte schnell eine Nische: die des funktionalen und trotzdem formschönen Rucksacks. Über 200.000 Stück verkauft Ergobag inzwischen jedes Jahr. Hergestellt werden sie in Vietnam, aus recycelten PET-Flaschen - ein besonderer Gag.

Erwachsene: Die beiden Geschäftsführer ergänzen sich perfekt: Michajlezko kümmert sich um das Produkt, Pink um die Organisation. Ihm war früh klar, dass sein schnell wachsendes Unter- nehmen in die Strukturen investieren muss, vor allem in ein Warenwirtschaftssystem und die Logistikkette. Das ermöglicht Ergobag nun eine zügige Internationalisierung in Europa und auch Asien. Zudem haben die Entrepreneure gerade eine neue Produktlinie gestartet: ergonomische Rucksäcke für Erwachsene, unter dem neuen Label Pinqponq.

Niklas Östberg: Delivery Hero

Viel Geld: Rund 650 Millionen Dollar Venture Capital hat Niklas Östberg (34) in den letzten Jahren eingesammelt. Wie macht er das? Der Mann sitzt in seinem karg eingerichteten Büro in der Berliner Mohrenstraße und lächelt: "Man braucht ein gutes Konzept." Die Idee des Schweden: online Essen bestellen. Delivery Hero heißt seine Firma, deren CEO er auch ist. Hierzulande läuft das Business unter der Marke Lieferheld. Gesteuert werden die inzwischen 23 Märkte von Berlin aus, mit über 400 Mitarbeitern aus über 40 Ländern. Die Firmensprache ist Englisch.

Mehr Qualität: "Unsere Strategie ist wie die von Amazon", sagt Östberg. Erst mal viel Geld investieren, Gewinne kommen später. Die 2011 gegründete Firma finanzierte deshalb zunächst die Expansion in neue Märkte. Damit sei jetzt Schluss. Nun will Niklas

Östberg in die Qualität seiner Lieferservices investieren. Sie sollen schneller und qualitativ besser werden. "Lieferservice muss nicht nur für Pizza, Döner oder China-Nudeln stehen", sagt der Schwede, "sondern auch für gesündere und gehobenere Küche." Ein Cordon bleu per Kurier? "Warum nicht."

Georg Untersalmberger, Alexander Zacke: Auctionata

Versteigern: Ende Oktober war Premiere: Live aus dem ehemaligen Tiffany-Haus an der Fifth Avenue in New York übertrug das Onlineauktionshaus Auctionata seine erste Versteigerung in den USA. Bislang sendete Auctionata seine Livestream-Auktionen nur von der Zentrale in Berlin aus. Dort, auf der vierten Etage, kommen jeden Tag um 18 Uhr die unterschiedlichsten Exponate - von Wein bis Gemälden - unter den Hammer. Die Idee zu den Onlineauktionen hatte der Österreicher Alexander Zacke (48), Spross einer Kunsthändlerfamilie. In seinem Landsmann Georg Untersalmberger (48), einem IT-Nerd, fand er einen kongenialen Partner.

Kassieren: Das Prinzip ist so einfach wie lukrativ: Verkäufer - meist Erben - von Preziosen können deren Wert von Auctionata-Experten schätzen lassen. Allein 655.000 Anfragen gab es 2014 bereits. "Aber nur 25.000 haben wir angenommen", sagt Zacke. Bei jedem Verkauf kassiert Auctionata knapp 50 Prozent des Preises. Das spült ordentlich Geld in die Kassen. Zacke hat noch große Pläne. Bald will er in Hongkong mit einer Livestream-Auktion beginnen.

Seite 3 von 3
Nachrichtenticker

© manager magazin 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH