Donnerstag, 13. Dezember 2018

Employer Branding - falsche Versprechungen der Firmen Willkommen in der Bewerberhölle

Ganz schön lässig: Alle wollen so attraktiv, modern, kreativ und erfolgreich sein wie Google und Co. Doch viele Versprechen des "Employer Branding" werden im Arbeitsalltag nicht eingelöst

Employer Branding ist das neue Zauberwort der modernen Arbeitswelt. Unternehmen präsentieren sich als attraktive Arbeitgeber mit vielseitigen finanziellen und sozialen Leistungen. Die Realität sieht meist anders aus. Gerade junge Arbeitnehmer sind zunehmend genervt von falschen Versprechungen und überzogenen Arbeitgeberauftritten. Eine Abrechnung.

Es beginnt so wunderbar gut gemeint. Ein engagierter Mitarbeiter der Personalabteilung kommt auf die Idee, dem eigenen Unternehmen einen neuen Arbeitgeberauftritt zu verpassen. Es fallen Begriffe wie frisch, motiviert, jung, familiär, Zusammenhalt, modern und viele weitere gut gemeinte Attribute, die sich der Arbeitgeber gern verleihen möchte. Die anderen Kollegen und Kolleginnen sind schnell überzeugt, denn auch sie sehen, dass es der Firma seit langem am Wow-Faktor fehlt und die Qualität der Bewerbungen nachlässt.

Schnell werden Arbeitsgruppen, Stabstellen, HR-Kollektive und Workcamps ins Leben gerufen. Das Ziel ist klar: Gemeinsam eine neue Arbeitgebermarke schaffen und sich damit vom Wettbewerb abgrenzen. Gute Bewerber schauen schließlich genau hin, wie sich ein Arbeitgeber im Internet, auf Messen und in Anzeigen präsentiert.

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