Sonntag, 18. November 2018

Unternehmensführung in wilden Zeiten Diese 17 Thesen sollten Firmenlenker beachten

VUCA: Die Welt wird auch für Firmenlenker immer bunter.

Unternehmenslenker haben in diesen Zeiten das VUCA-Problem: Bei ihren Entscheidungen sind sie täglich und ständig konfrontiert mit Unbeständigkeit (Volatility), Unsicherheit (Uncertainty), Komplexität (Complexity) und Mehrdeutigkeit (Ambiguity).

Christoph H. Seibt
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    Christoph H. Seibt ist Partner für Gesellschaftsrecht und M&A der Kanzlei Freshfields, Honorarprofessor an der Bucerius Law School und gilt als einer der innovativsten Wirtschaftsanwälte Deutschlands.

Die tradierten Regeln und Gesetze zur Unternehmensführung (Corporate Governance) sind aber in deutlich berechenbareren Zeiten konzipiert und verrechtlicht worden. Wie also müssen sich Unternehmenslenker auf VUCA-Zeiten einstellen, um gleichermaßen erfolgreich und rechtssicher zu agieren? Meine Thesen:

1. Mehr Strategiebeweglichkeit

Bei sich ändernden politischen, regulatorischen, wirtschaftlichen, technologischen und gesellschaftsrechtlichen Rahmenbedingungen hat der Vorstand seine kurz-, mittel- und langfristige Strategie, die Geschäftsplanung (einschließlich seines Angebots von Produkten beziehungsweise Dienstleistungen) sowie die Binnenorganisation seines Unternehmens praktisch permanent in Frage zu stellen und gegebenenfalls zu ändern. In Einzelfällen hat der Vorstand wie gerade bei Siemens auch auf die Änderungen des in der Satzung festgelegten Unternehmensgegenstandes selbst hinzuwirken. Die VUCA-Rahmenbedingungen werden zukünftig erfordern, dass die erforderlichen Überprüfungen in kürzeren Zeitabständen, als dies früher der Fall war, erfolgen müssen.

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