Dienstag, 24. Oktober 2017

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Die Top Ten der hundefreundlichsten Branchen Bürohunde gegen Burn-Out

Bürohunde erlaubt: Das sind die zehn Branchen mit dem größten Wau-Faktor
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Hunde im Büro schützen vor Burn-Out und senken die Recruiting-Kosten: Bürohund-Freund Markus Beyer wirbt für eine "vereinfachte Zulassung von Hunden im Büro zum Vorteil von Mitarbeitern, Unternehmen und Hunden".

manager-magazin.de: Herr Beyer, wo ist Ihr Hund gerade?

Beyer: Der liegt ganz friedlich und zufrieden im Gang. Hunde schlafen ja bis zu 80 Prozent des Tages.

mm.de: Ist es für Hunde nicht trotzdem todlangweilig, den ganzen Tag im Büro abzuhängen? Klingt nicht nach einer artgerechten Umgebung.

Beyer: Ein Bürohund liegt ja nicht acht Stunden am Tag ununterbrochen neben dem Schreibtisch. Das wäre ein grober Fehler. Man muss den seelischen und körperlichen Gegebenheiten des Hundes entsprechen: Er braucht Aufmerksamkeit, und er muss auch mal nach draußen. Aber beides nicht immer und ständig. Andere machen Raucherpausen, wir gehen kurz mit den Hunden.

Markus Beyer
  • Copyright: Benita Suchodrev - Blick.Macht.Bild.
    Benita Suchodrev - Blick.Macht.Bild.
    Markus Beyer, hier mit seinem Hund Chester, ist der Vorsitzende des Bundesverbandes Bürohund e.V. Der Berliner Hundetrainer hat es sich das Motto "Dog-In statt Burn-Out" zum Ziel gesetzt.

mm.de: Wie qualifiziert sich ein Hund als Bürohund?

Beyer: Alle drei Gruppen sollen sich wohl fühlen: Mitarbeiter, Unternehmen und Hunde. Der Hund darf keinen Stress haben, sondern muss normal leben und sich auch zurückziehen können. Das Verhältnis zwischen Hund und Halter ist entscheidend: Wenn der Hund das Gefühl hat, er muss die Situation verantwortlich übernehmen, immer on duty sein und die Tür bewachen, ist das Stress für ihn. Der Hund muss für sich entschieden haben: Mein Mensch, der macht das schon, ich kann mich entspannen.

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mm.de: Was tut der Hund für das Arbeitsklima?

Beyer: Die schwedische Forscherin Linda Handlin hat vor einigen Jahren bewiesen, dass das Liebes- und Bindungshormons Oxytocin nicht nur im zwischenmenschlichen Kontakt ausgeschüttet wird. Hundehalter, die ihre Tiere streichelten, kamen auf ähnliche Werte wie Mütter, die mit ihren Kindern interagierten - und auch die Hunde selbst schütten Oxytocin aus. Daher kommt die tiefe innere, gegenseitige Bindung. Oxytocin senkt Stresshormone. Ein Hund im Büro ist ein natürlicher Weg, Burn-Outs zu vermeiden. Das Betriebsklima wird besser, weil ein höherer Oxytocinlevel uns empathischer und loyaler macht - das senkt auch die Recruiting-Kosten. Und: Wir bekommen mehr Bewegung. Man unterbricht krankmachende Abläufe. Der Hund kommt ab und zu und guckt, wie es mir geht. Er ist quasi eine Erinnerungs-App mit Fell, dass man für sich und andere sorgen soll!

mm.de: Viele Leute haben ja Angst vor Hunden. Oder auch eine Allergie.

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Beyer: Unser größtes Hindernis ist die Fantasie derer, die noch keine realen Erfahrungen mit Hunden haben. Viele haben so einen Film im Kopf: Hunde beißen, sind laut, stinken. Aber die Realität ist ganz anders. Was die Allergien angeht: Bei rund 7 Prozent unserer Bevölkerung kann man eine Sensibilität für Hundehaare messen - aber nur ein knappes Drittel davon zeigt tatsächlich allergische Reaktionen oder bekommt Probleme, viel weniger als etwa bei Hausstaub. Als Arbeitgeber muss ich diese Leute natürlich schützen. Aber da reicht in der Regel eine gewisse Kreativität vor Ort - etwa, indem man strikt hundefreie Bereiche definiert.

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