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12. Dezember 2012, 10:14 Uhr

Führungskräfte

Mittlere Manager sind frustriert und überfordert

Von Eva Buchhorn

Mittelmanager haben einen schweren Stand in deutschen Unternehmen. Sie stehen unter erheblichem Druck von oben und unten, beklagen mangelnde Ressourcen und zu wenig Gehör beim Topmanagement. Lange Arbeitszeiten sind nicht einmal der Hauptbelastungsfaktor.

Hamburg - Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Cologne Business School, die 516 Angehörige des mittleren Managements deutscher Unternehmen aller Größen und Branchen befragte. Über die Ergebnisse berichtet manager magazin exklusiv in der aktuellen Ausgabe, die ab Freitag (14. Dezember) im Handel ist.

Der Studie zufolge ist die Mehrheit der Befragten in ihrem Alltag überfordert: Mehr als die Hälfte gaben an, mit der Fülle und Komplexität ihrer Aufgaben überlastet zu sein.

Ältere Manager leiden am stärksten: 82 Prozent der 50 bis 59 Jahre alten Befragten klagten über eine hohe oder sehr hohe Belastung durch die Arbeit. Bei den 40- bis 49-Jährigen empfanden gut zwei Drittel so, von den jüngeren Mittelmanagern (bis 29) über die Hälfte.

Lange Arbeitszeiten sind nicht der Hauptbelastungsfaktor: Die meisten Mittelmanager arbeiten zwischen 46 und 50 Stunden, nur 20 Prozent schuften länger. Als gravierender werden mangelnde Ressourcen empfunden, in erster Linie zu wenig Personal.

Vor allem Manager großer Unternehmen (über 999 Mitarbeiter) sehen darin das massivste Hindernis für eine erfolgreiche Erfüllung ihrer Aufgaben.


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