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14.11.2012
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Personalchef-Umfrage
Manager von morgen sind schlecht ausgebildet

Von Klaus Werle

Absolventen einer Business School: Personalchefs beurteilen das fachliche Wissen der Nachwuchsmanager als schlechter
AP

Absolventen einer Business School: Personalchefs beurteilen das fachliche Wissen der Nachwuchsmanager als schlechter

Sie sollten auf dem Arbeitsmarkt wegen des Mangels an Fachkräften heiß begehrt sein. Doch Personalchefs der 500 größten deutschen Unternehmen stellen heutigen Absolventen kein gutes Zeugnis aus. Die Folgen der Bologna-Reform sind gravierend, zeigt eine Umfrage.

Hamburg - Der Fachkräftemangel macht sie zur begehrtesten Generation seit Langem - doch oft entsprechen Ausbildung und Einstellung heutiger Absolventen nicht den Erwartungen der Unternehmen. Dies ergab eine Umfrage unter den Personalchefs der 500 größten Unternehmen in Deutschland, die manager magazin gemeinsam mit der Personalberatung Odgers Berndtson durchführte. Die Ergebnisse werden exklusiv in der aktuellen Ausgabe veröffentlicht (Erscheinungstermin: 16. November).

Vor allem die Folgen der Bologna-Reform und der Umstellung auf das System von Bachelor und Master sehen die befragten Personalchefs kritisch. So wird das fachliche Wissen der Bachelor-Absolventen aus der "Generation Y" (ab 1980 geboren) deutlich schlechter beurteilt als das der vorangehenden "Generation X" (geboren 1965 bis 1979).

Geringe Bereitschaft zu Führungsverantwortung

Dies gilt sowohl für Jura und Betriebswirtschaft als auch für Mathematik, Ingenieur- und Naturwissenschaften. Das Know-how der Master-Absolventen sehen die Befragten dagegen auf oder gar über dem Niveau der früheren Diplom- und Magister-Abgänger.

Auch mit Blick auf das nicht rein fachliche Können ist das Urteil der Personalchefs über die "Generation Y" zurückhaltend. 42 Prozent sagen, die Fähigkeit zu kritischem und selbstständigem Denken habe abgenommen; 71 Prozent glauben, die Bereitschaft, berufliche über private Belange zu stellen, sei gesunken. Und 52 Prozent nehmen bei den aktuellen Absolventen eine deutlich geringere Bereitschaft wahr, Führungsverantwortung zu übernehmen.

Allerdings gibt es auch Bereiche, in denen die "Ypsiloner" punkten können. So bescheinigen ihnen die Personaler deutlich bessere Fremdsprachenkenntnisse; stolze 100 Prozent der Befragten loben den kundigeren Umgang mit Computern, Internet und neuen Medien. 88 Prozent loben den gewandteren Umgang mit anderen Kulturen.

Verbesserungsbedarf sehen die Personalchefs vor allem an den Universitäten und Fachhochschulen. Diese müssten neben größerer fachlicher Tiefe deutlich praxisnäher werden und Unternehmen sowie wirtschaftsnahe Fragestellungen stärker in den Lernstoff integrieren.

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