Mittwoch, 19. Dezember 2018

Schadensersatz Ex-Griechenland-Chef zahlt an Siemens

Siemens hat sich im Schmiergeldskandal offenbar auch mit seinem früheren Landeschef in Griechenland auf Schadensersatz geeinigt. Einem Bericht zufolge zahlt Michael Christoforakos mehr als eine Million Euro. Bei einem weiteren griechischen Ex-Manager stehe eine Lösung dagegen noch aus, heißt es.

Bamberg - Der Elektrokonzern Siemens hat sich nach SPIEGEL- Informationen im Schmiergeldskandal auch mit seinem früheren Landeschef in Griechenland auf Schadensersatz in Millionenhöhe geeinigt. Dem Bericht zufolge zahlt Michael Christoforakos 1,2 Millionen Euro.

Ersetzt den Schaden: Ex-Siemens-Manager Christoforakos
Bei einem weiteren griechischen Ex-Manager, der sich bislang hartleibig zeige, stehe eine Lösung dagegen noch aus, hieß es. Sein Fall solle am 20. Mai vor dem Münchner Landgericht verhandelt werden. Siemens wollte sich zu dem Bericht am Samstag zunächst nicht äußern.

Der Deutsch-Grieche Christoforakos war im vergangenen Sommer mit internationalem Haftbefehl gesucht und nach seiner Festnahme für mehrere Monate inhaftiert worden. Nach Einschaltung des Bundesverfassungsgerichts kam er im Herbst vergangenen Jahres schließlich frei und konnte seiner Auslieferung entgehen.

Griechische und deutsche Ermittler hatten Christoforakos vorgeworfen, während seiner Amtszeit Schmiergelder an Politiker in Athen gezahlt zu haben, um seinem Konzern Aufträge zu sichern. In München wurden die Verfahren der Staatsanwaltschaft gegen ihn inzwischen beendet.

Siemens hatte Christoforakos dem Bericht zufolge schon Ende 2008 auf Schadensersatz in Millionenhöhe verklagt. Die Zahlungen von 1,2 Millionen Euro seien im Rahmen einer umfangreichen außergerichtlichen Einigung vereinbart worden, hieß es.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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