Montag, 27. April 2015

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Nach Akhavan-Abgang Innovationschef Schläffer verlässt Telekom

Nach dem überraschenden Abgang von COO Hamid Akhavan wird nach Informationen von manager magazin auch einer seiner engsten Mitarbeiter, Produkt- und Innovationschef Christopher Schläffer, die Deutsche Telekom verlassen.

Hamburg - Christopher Schläffer, Chief Product & Innovation Officer der Deutschen Telekom Börsen-Chart zeigen, hat nach Informationen von manager magazin Vorstandschef René Obermann bereits Anfang Dezember mitgeteilt, dass er das Unternehmen verlassen wird.

Akhavan-Vertrauter Schläffer: Kreisen zufolge stimmte die Chemie zwischen ihm und Telekom-Chef Obermann schon seit Längerem nicht mehr
Damit verliert der Telefonkonzern binnen weniger Tage einen weiteren Topmanager. Die Entscheidung Schläffers kommt Insidern zufolge völlig unerwartet. Der Name des 40-Jährigen kursierte zuletzt intern für die Nachfolge von COO Hamid Akhavan, der die Telekom voraussichtlich Ende Februar verlassen wird und als Chef beim Netzwerkspezialisten Siemens Enterprise Communications (SEN) angeheuert hat.

Schläffer verantwortete bei der Telekom zuletzt operativ die Produktfelder der Telekom quer über alle Regionen. Zahlreiche strategische Weichenstellungen tragen seine Handschrift, etwa der iPhone-Vertrag mit Apple oder der forcierte Ausbau von Internet-TV (IPTV) und mobilen Internet-Services. Vor einem Jahr präsentierte der gebürtige Österreicher in New York mit den Google-Gründern Larry Page und Sergey Brin das erste Google-Phone auf Basis der Betriebssystems Android.

Bereits 2001 machte der damalige Telekom-Chef Ron Sommer den jungen Manager zum Chefstrategen der Telekom. Unter Sommers Nachfolger Kai-Uwe Ricke verantwortete Schläffer zusätzlich zur Konzernstrategie auch die Ressorts Technologie & Innovation, Forschung & Entwicklung und IT.

Über die Gründe für Schläffers abrupten Ausstieg wird intern heftig spekuliert. Unternehmensnahen Kreisen zufolge stimmte die Chemie zwischen Obermann und Schläffer schon seit Längerem nicht mehr. Die Telekom wollte sich gegenüber manager magazin bis zum frühen Nachmittag nicht zu der Personalie äußern. Auch über einen möglichen Nachfolger wurde zunächst nichts bekannt. Das dürfte auch damit zusammen hängen, dass über die künftige Aufgabenverteilung im Telekom-Vorstand noch nicht entschieden ist.

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