20.10.2009
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Insiderskandal
IBM beurlaubt Moffat

Der IT-Konzern IBM hat seinen Senior Vice President Robert Moffat beurlaubt. Moffat ist eine der Hauptfiguren im neuen Wall-Street-Skandal, er muss sich zusammen mit fünf weiteren Managern wegen Insiderhandels verantworten. Derweil prüft die US-Börsenaufsicht SEC weitere Fälle von Insiderhandel im Finanzsektor.

San Francisco/Boston - Robert Moffat ist einer von sechs Managern, die am Freitag vergangener Woche verhaftet wurden. Der Senior Vice President soll vertrauliche Informationen über IBM-Bilanzen und Transaktionen mit Partnerunternehmen weitergegeben haben. Die Teilnehmer an dem Insiderhandel sollen durch das Ausnutzen solcher Informationen an der Börse mehr als 25 Millionen Dollar an illegalen Profiten erzielt haben. Ob der 53-jährige Moffat ebenfalls davon profitiert hat, ist unklar. Moffat galt als möglicher Nachfolger von IBM-Chef Sam Palmisano und ist seit 1978 in verschiedenen Funktionen bei IBM Chart zeigen tätig.

Reaktion: IBM zieht erste Konsequenzen aus dem Skandal
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AFP

Reaktion: IBM zieht erste Konsequenzen aus dem Skandal

Die US-Börsenaufsicht SEC und die Staatsanwaltschaft gehen unterdessen Kreisen zufolge "bedeutenden" Fällen von Insiderhandel im Finanzsektor nach. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Montag von einer mit den Vorgängen vertrauten Person. Ob die Ermittlungen im Zusammenhang mit dem jüngsten Insiderskandal um den Hedgefonds-Gründer Raj Rajaratnam und mehrere Manager von US-Großkonzernen stehen, wollte die Person nicht sagen. Nach Angaben des ehemaligen SEC-Anwalts Ian Roffman sind die Aufsichtsbehörden derzeit besonders aktiv. Roffman erwartet ebenso wie andere Anwälte, dass die Zahl der Strafverfolgungsfälle insgesamt in diesem Jahr ebenso zunehmen wird wie die Zahl spektakulärer Fälle.

Rajaratnam und Mitarbeiter mehrerer Großkonzerne waren am Freitag im bislang größten Fall von Insiderhandel bei Hedgefonds in den USA angeklagt worden. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt sie, sich über mehrere Jahre hinweg illegal Gewinne im Umfang von 20 Millionen Dollar verschafft zu haben. Die SEC hat in diesem Jahr eine Reihe von internen Reformen umgesetzt, um Delikte im Finanzsektor besser verfolgen zu können. Die Aufsichtsbehörde war in die Kritik geraten, weil sie Hinweise zu dem Milliardenbetrugssystem des Finanzjongleurs Bernard Madoff jahrelang ignoriert hatte.

manager-magazin.de mit Material von ap und reuters

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