Freitag, 14. Dezember 2018

Continental Conti-Chef holt Schaeffler-Manager

Peter Gutzmer unterstützt Conti-Chef Elmar Degenhart künftig bei der Sanierung der schwächelnden Continental-Sparte Powertrain. Gutzmer, wie Degenhart Schaeffler-Manager, soll den Bereich Engine Systems auf Vordermann bringen.

Hannover - Continentals Vorstandschef Elmar Degenhart macht laut einem Zeitungsbericht bei der Sanierung der verlustreichen Motoren- und Getriebesparte Powertrain Tempo. Mit Peter Gutzmer habe Degenhart, bis zu seinem Amtsantritt im August selbst in Diensten Schaefflers, dazu einen weiteren Schaeffler-Manager zu Continental Börsen-Chart zeigen geholt, berichtet das "Handelsblatt" (Dienstagausgabe) unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Holt sich Verstärkung von Schaeffler: Conti-Chef Degenhart
Gegenüber manager-magazin.de bestätigte ein Conti-Sprecherin die Personalie. Gutzmer habe sein neues Amt bereits angetreten, so die Sprecherin weiter.

Der Schaeffler-Manager solle den Bereich Engine Systems, über dessen Schwierigkeiten bei Serienanläufen sich große Kunden wie Volkswagen Börsen-Chart zeigen beklagt hatten, auf Vordermann bringen. Da der Ex-Porsche-Manager gleichzeitig weiterhin die Produktentwicklung von Schaeffler verantworte und Mitglied der Geschäftsleitung bleibe, wachsen somit die Verflechtung beider Unternehmen und der Einfluss von Schaeffler in Hannover.

Die Berufung von Gutzmer komme für viele überraschend. Sein Vorgänger Axel Joachim Maschka musste das Unternehmen abrupt verlassen, obwohl er den Teilbereich Engine Systems mit 12.000 Mitarbeitern profitabel gemacht hatte. Der promovierte Ingenieur Gutzmer soll nun aber die mechanischen Pannen des Elektronikspezialisten Conti kurzfristig in den Griff bekommen, besonders bei Benzinpumpen.

Engine Systems ist eine von fünf Powertrain-Geschäftseinheiten und befasst sich am Standort Regensburg mit Motoren, Einspritzsystemen und Turboladern. Konzernchef Degenhart führt Powertrain wie sein Vorgänger Karl-Thomas Neumann in Personalunion.

Er suche aber nach einem Nachfolger für diese Aufgabe, sagte er dem "Handelsblatt" während der Automobilmesse IAA. Die Sparte schrieb im ersten Halbjahr einen Verlust von 250 Millionen Euro und fraß damit fast den gesamten Gewinn von Continentals Pkw-Reifensparte auf.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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