Dienstag, 20. November 2018

Roland Berger CDU-Politiker soll EU-Abteilung aufbauen

Friedbert Pflüger hat einen Job bei Roland Berger angenommen. Der ehemalige Fraktionsvorsitzende der Berliner CDU soll sich um den Aufbau einer EU-Abteilung kümmern. Einen Interessenkonflikt mit seiner Tätigkeit als Abgeordneter im Berliner Landesparlament sieht der 54-Jährige nicht.

Hamburg - Der ehemalige Berliner CDU-Spitzenkandidat Friedbert Pflüger hat einen Job bei dem Beratungsunternehmen Roland Berger angenommen. Pflüger solle der Firma beim Aufbau einer EU-Abteilung helfen, bestätigten Pflüger und Roland Berger der "Financial Times Deutschland" (Donnerstagausgabe).

Geht zu Roland Berger: CDU-Politiker Pflüger
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Geht zu Roland Berger: CDU-Politiker Pflüger
Pflüger arbeite fünf Tage im Monat für das Unternehmen. Der ehemalige Vorsitzende des Europaausschusses des Bundestags hat Insiderkenntnisse in Brüssel. Zuletzt war der Verfechter der Jamaika-Koalition Fraktionsvorsitzender der CDU. Im September vergangenen Jahres wurde Pflüger allerdings in einer spektakulären Sondersitzung abgewählt und durch Frank Henkel ersetzt, nachdem er neben dem Fraktionsvorsitz auch den Parteivorsitz für sich in Anspruch genommen hatte.

Einen Interessenkonflikt mit seiner Tätigkeit als Abgeordneter im Berliner Landesparlament sieht Pflüger nicht. "Die Sache hat mit der Arbeit im Abgeordnetenhaus nichts zu tun", sagte er der Zeitung. Die Vorstellung sei "abwegig", dass Berlins SPD-Bürgermeister Klaus Wowereit ihm "irgendwelche Gefallen tun würde". Roland-Berger-Chef Burkhard Schwenker sagte dem Blatt, Pflüger habe "anerkannt große europapolitische Kompetenz" und könne dem Unternehmen damit "in vielen Fragen helfen".

manager-magazin.de mit Material von ddp

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