Freitag, 16. November 2018

Ex-Mannesmann-Chef Klaus Esser ohne Job

Der frühere Mannesmann-Chef Klaus Esser hat seinen Posten als Partner und Europa-Chef der Private-Equity-Firma General Atlantic aufgegeben.

Hamburg - Klaus Esser hat seinen Posten als Partner und Europa-Chef der Private-Equity-Gesellschaft General Atlantic aufgegeben. Wie manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die ab Freitag (24. Juli) am Kiosk erhältlich ist, berichtet, steuert General Atlantic seine Deutschland- und Europa-Aktivitäten nun von London aus. Esser wird lediglich noch als Berater für General Atlantic tätig bleiben.

Klaus Esser: Seine damalige 30-Millionen-Euro-Abfindung als Mannesmann-Chef hatte ein jahrelanges juristisches Nachspiel
Klaus Esser war im Jahr 2000 als Vorstandsvorsitzender von Mannesmann in der größten Übernahmeschlacht der deutschen Wirtschaftsgeschichte dem britischen Telekommunikationskonzern Vodafone unterlegen. Seine damalige 30-Millionen-Euro-Abfindung hatte ein jahrelanges juristisches Nachspiel.

Am gestrigen Mittwoch jährte sich das Urteil im ersten Mannesmann-Prozess bereits zum fünften Mal. Esser wurde am 22. Juli 2004 wie alle anderen Angeklagten auch freigesprochen. Nachdem der Bundesgerichtshof das Urteil in einem Revisionsprozess aufgehoben hatte, einigten sich die Verteidiger aller Angeklagten in einem zweiten Mannesmann-Prozess mit der Staatsanwaltschaft darauf, das Verfahren gegen Geldzahlung einzustellen. Klaus Esser musste daraufhin 1,5 Millionen Euro zahlen.

© manager magazin 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH