Donnerstag, 27. Juli 2017

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Karriere Erst Doktor, dann Vorstand

3. Teil: Pluspunkte für die Karriere

Ein "Dauerbrenner", so Müller, sei eine gewisse Tarifwillkür der gesetzlichen Krankenversicherungen. "Es gibt starke Unterschiede, welche Bemessungsgrundlage genommen wird und welche Tarifarten angewendet werden", erklärt Maria Elisabeth Rotter von der Promovierenden-Initiative, in der Stipendiaten aller elf Begabtenförderungswerke vereint sind.

Auch bei noch so guter Planung kann immer etwas den Zeitplan durcheinanderbringen. Mal sind es rein wissenschaftliche, mal ganz andere Probleme - eine Erkrankung, eine neue familiäre Situation oder der Diebstahl des Laptops. Buchautor Meuser rät zu Pragmatismus: "Eine erfolgreiche Promotion erfordert vor allem Wurschtel-Qualitäten."

Punktet man mit dem Doktortitel für die Karriere? "Etwa zwei Drittel der Vorstände von Dax-Firmen sind promoviert", sagt Meuser. Für den Arbeitsmarktexperten Groffebert zählt der Titel nicht allein: "Vor allem die Soft Skills hinter einer Dissertation sind für Arbeitgeber interessant - Methodenkompetenz, Recherchefähigkeit, sprachlicher Ausdruck, Neugier auf Unbekanntes und ein langer Atem."

Thomas Fritz von McKinsey teilt die Einschätzung: "Eine Promotion ist ein positiver Indikator für die Leistungsbereitschaft, denn sie erfordert viele der Eigenschaften, die auch eine erfolgreiche Karriere ausmachen." Ein Bewerber habe damit die Fähigkeit bewiesen, größere Projekte in eigenständiger Arbeit erfolgreich zum Abschluss zu bringen.

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