Montag, 16. Juli 2018

Siemens-Chef Löscher verdient zehn Millionen Euro

Siemens-Chef Peter Löscher hat für das vergangene Geschäftsjahr eine Gesamtvergütung von fast zehn Millionen Euro erhalten. Zum Bargehalt von rund 7,4 Millionen Euro kommen eine aktienbasierte Vergütung von 2,5 Millionen Euro. Nach Löscher verdient Rechtsvorstand Peter Solmssen bei Siemens am meisten.

München - In der Barkomponente seien auch 1,3 Millionen Euro enthalten, die Löscher bei seinem Umzug von den USA nach Deutschland erhalten habe. Das geht aus dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht von Siemens Börsen-Chart zeigen hervor.

Gutes Gehalt: Siemens-Chef Löscher
Nach dem Konzernchef erhielt der neue Rechtsvorstand Peter Solmssen am meisten. Seine Gesamtvergütung belief sich auf gut fünf Millionen Euro. Darin ist ähnlich wie bei Löscher eine Ausgleichszahlung von 1,7 Millionen Euro enthalten, die ebenfalls auf die Übersiedlung zurückzuführen sei. Aufgrund seines Wechsels vom Konkurrenten GE flössen zudem 10,6 Millionen Euro in seine Altersversorgung. Durch die Verkleinerung des Vorstands auf zunächst acht von zuvor elf Mitglieder sank der Gesamtaufwand für dessen Vergütung auf 36 Millionen Euro von zuvor 42 Millionen Euro.

Allerdings erhielten einige ehemalige Vorstände noch Millionenabfindungen. Eduardo Montes bekam 6,1 Millionen Euro, seine einstigen Kollegen Rudi Lamprecht, Uriel Sharef und Klaus Wucherer jeweils 3,4 Millionen Euro.

Der einstige Personalchef Jürgen Radomski muss allerdings zunächst auf einen Teil seiner Ansprüche verzichten. Das Aufsichtsratspräsidium habe wegen der Schadenersatzansprüche gegen einen Großteil der früheren Führungsspitze entschieden, Jahres- und Langzeit-Bonus für Radomski zurückzuhalten.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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