Mittwoch, 12. Dezember 2018

Finanzplatz Frankfurt 700.000 Euro für abgesagte Gala

Deutsche Bank, Commerzbank und Dresdner Bank zahlen Presseinformationen zufolge für eine abgesagte Finanzplatz-Gala in Frankfurt knapp 700.000 Euro. Josef Ackermann, Martin Blessing und Herbert Walter hätten dem Konferenzorganisator Nader Maleki zugesagt, ihm bereits entstandene Kosten zu ersetzen.

Hamburg - Deutsche Bank, Commerzbank und Dresdner Bank zahlen nach einem Bericht des Hamburger Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL für eine abgesagte Finanzplatz-Gala in Frankfurt knapp 700.000 Euro. Der Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, habe zusammen mit seinen Kollegen Martin Blessing von der Commerzbank und Herbert Walter von der Dresdner Bank dem Frankfurter Konferenz-Organisator Nader Maleki zugesagt, ihm das Geld zu ersetzen.

Nicht in Feierstimmung: Finanzmetropole Frankfurt
Maleki sollte, wie jedes Jahr, am 21. November den traditionellen Frankfurter Banken- und Börsenball – der inzwischen zur "Finanzplatz-Gala" geadelt wurde – ausrichten. Doch die drei Topmanager entschieden, dass eine derartige Festivität – geplant war unter anderem ein Auftritt der No Angels – nicht in die Zeit passt. Schließlich müssen die Institute gerade reihenweise mit Steuergeldern gerettet werden.

Maleki hatte bereits eine Reihe von Ausgaben und das Geld wohl zumindest zum Teil schon für künftige Projekte verplant. Eine vertragliche Grundlage für die Erstattung der Stornokosten gibt es laut SPIEGEL nicht. Deswegen habe die Zusage bei einigen Banken für erheblichen Unmut gesorgt.

Gegenüber manager-magazin.de betonte dagegen ein Sprecher der Commerzbank: "Hier geht es nicht um Geschenke. Die Gala wurde vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise gemeinsam mit der Maleki-Group und der Stadt Frankfurt abgesagt und die Banken tragen vereinbarungsgemäß die anfallenden Storno- und Rückabwicklungskosten." Die Commerzbank ist Schirmherrin der Veranstaltung.

manager-magazin.de

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