Mittwoch, 20. September 2017

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Management Die totale Freiheit

2. Teil: Super-Mobile-People

Die Grundtypologien der Arbeitszeitmodelle, betont Raible, seien zwar dieselben geblieben. Und für die große Masse, die Prozesse abarbeitet, werde sich nicht viel ändern. "Aber je flexibler die Arbeitswelt wird, umso weniger brauche ich feste Arbeitszeiten." Und die Anzahl derer, die frei arbeiten, werde zunehmen. "So wird jede Arbeit ein kleiner Projektauftrag, man befindet sich in einem permanenten Workflow."

Diese Ansicht teilt auch Politologe Albers: "Das Überallarbeiten greift um sich." Im Jahr 2006 boten knapp bereits 20 Prozent aller deutschen Unternehmen ihren Angestellten Telearbeit an - im Jahr 2000 waren es nur 4 Prozent.

"Heute plant zum Beispiel die Deutsche Bank, nur noch 20 Prozent aller Mitarbeiter regelmäßig ins Büro gehen zu lassen - der Rest wird als sogenannte Mobile- und Super-Mobile-People auch von zu Hause oder unterwegs aus arbeiten." Auch Unternehmen wie IBM Börsen-Chart zeigen, SAP Börsen-Chart zeigen und die Deutschen Telekom Börsen-Chart zeigen haben derartige Modelle in der Schublade. Gerade für Fach- und Führungskräfte werde das flexible und mobile Arbeiten immer alltäglicher.

Oft wird dafür ein "Arbeitszeitkonto" geführt. "Das funktioniert wie beim Girokonto: Mal hat man mehr, mal weniger Zeit, mal ist das Konto überzogen", sagt Raible. Auch das Bundesarbeitsministerium kennt die verschiedenen Arbeitszeitmodelle, die von unterschiedlichen Teilzeitangeboten über Jobsharing, also die Aufteilung eines Job auf zwei Mitarbeiter, bis hin zu einem "Teilzeit Invest"-Modell reichen, bei dem Vollzeit gearbeitet wird und am Ende freie Zeit steht. Die kann dann zum Beispiel für ein Sabbatical genutzt werden - eine längere Auszeit, in der Arbeitnehmer einmal etwas ganz anderes machen als sonst.

Verena Wolff, dpa

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