Mittwoch, 17. Oktober 2018

Steigenberger Familie prüft Verkauf

Die traditionsreiche Hotelkette Steigenberger, zu der renommierte Häuser wie der Europäische Hof in Baden-Baden und das Bad-Reichenhaller Axelmannstein gehören, könnte verkauft werden. Die Eigentümerinnen wollen die Aktiengesellschaft an einen Investor veräußern. Ein möglicher Interessent ist bereits ausgemacht.

Hamburg - Die Eigentümerfamilie, der 99,6 Prozent der Steigenberger AG gehören, sondiert einen Verkauf an einen Investor. Das berichtet das manager magazin in seiner aktuellen Ausgabe, die am Freitag (24. Oktober) am Kiosk erhältlich ist. Steigenberger betreibt 82 Hotels unter den Namen Steigenberger und InterCity Hotels, die meisten davon in Deutschland.

Als möglichen Käufer haben die Unterhändler der Familie die amerikanische Hotelgesellschaft Marriott ausgemacht. Sie könnte mit einer Übernahme zur Nummer zwei des deutschen Markts aufsteigen. Steigenberger rangiert in Deutschland bisher auf Rang vier, Marriott nimmt den siebten Platz ein.

Hintergrund der Sondierungen ist offenbar die Unzufriedenheit der Gesellschafter mit der Ertragskraft der Hotelkette. Im vergangenen Jahr setzte die Steigenberger AG rund 484 Millionen Euro um, konnte aber nur einen Jahresüberschuss von 200.000 Euro verbuchen.

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