Donnerstag, 17. Januar 2019

WiWi-Absolventen Was Einsteiger verdienen

Ob im Controlling, Marketing oder Vertrieb - junge Wirtschaftswissenschaftler sind gefragt. Wer den richtigen Schwerpunkt wählt, kann schon im ersten Job über 50.000 Euro pro Jahr verdienen. Der Gehaltsreport zeigt, mit welchen Einkommen Absolventen ökonomischer Studiengänge rechnen können.

Hamburg - Sehr guter Studienabschluss, gute Fremdsprachenkenntnisse und Berufspraxis bei einer studentischen Unternehmensberatung - für Silke Ahrens* war der Berufsstart kein Problem. Nach dem Studium hat sie sofort ihren Traumjob ergattert: "Dabei wurde vor allem meine Arbeit bei der studentischen Unternehmensberatung positiv bewertet." Die Betriebswirtin fing im Marketing eines großen Pharmakonzerns an - mit einem Jahresgehalt von über 45.000 Euro.

Lukrativer Job: Die Einstiegsgehälter von Ökonomen liegen zum Teil bei über 50.000 Euro
[M] DPA ; mm.de
Lukrativer Job: Die Einstiegsgehälter von Ökonomen liegen zum Teil bei über 50.000 Euro
Damit gehört sie aber noch längst nicht zu den Spitzenverdienern ihrer Zunft. In manchen Branchen verdienen Absolventen wirtschaftswissenschaftlicher Studiengänge im ersten Job 50.000 Euro und mehr pro Jahr, so eine Auswertung des auf Vergütungsthemen spezialisierten Beratungsunternehmens PersonalMarkt. Allerdings gilt dies nur für eine kleine Gruppe von meist hochqualifizierten Wirtschaftsabsolventen, die bei großen Unternehmen und in Top-Branchen einsteigen. Das Gros der Berufseinsteiger dagegen kommt auf Jahres-Bruttogehälter von rund 40.000 Euro.

Wirtschaftswissenschaftler haben derzeit insgesamt gute Karriereperspektiven, ihnen winken im Vergleich zu anderen akademischen Disziplinen attraktive Einkommen. Doch bereits am Anfang der Karriere trennt sich die Spreu vom Weizen: Die Spannen bei den Gehältern sind groß. Sie reichen von 34.800 bis 45.600 Euro - summa summarum also gut 11.000 Euro im Jahr mehr oder weniger.

Welches Einstiegsgehalt jemand bekommt, ist nicht ganz unerheblich für die weitere Karriere. Denn jede prozentuale Gehaltssteigerung lässt die absolute Differenz weiter wachsen. Wer also bereits mit einem niedrigen Gehalt startet, wird es schwer haben, später wieder aufzuholen.

Einfluss auf die Höhe des Einstiegsgehalts haben zahlreiche Faktoren. Zunächst einmal spielt der Abschluss selbst eine wichtige Rolle: Der PersonalMarkt-Auswertung zufolge ist ein Master-Abschluss am meisten wert. Absolventen eines wirtschaftswissenschaftlichen Faches erzielen mit Master-Abschluss Einstiegsgehälter in Höhe von rund 44.000 Euro jährlich. Das Universitätsdiplom dagegen bringt 41.000 Euro im Jahr. Wer seinen Abschluss an einer Fachhochschule gemacht hat, kommt auf etwa 38.000 Euro jährlich, mit dem Bachelor sind es 36.000 Euro im Jahr. Wer gar promoviert hat, kann noch einmal mit einem deutlichen Gehaltsaufschlag rechnen.

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