Dienstag, 26. März 2019

Steigenberger Abgang statt Degradierung

Karl Anton Schattmaier nimmt seinen Hut. Der langjährige Steigenberger-Chef sollte ab Februar seinen Führungsposten für Accor-Manager André Witschi räumen und dann als Vize weiterarbeiten. Stattdessen verlässt der 58-Jährige nun das Unternehmen.

Frankfurt am Main - Der langjährige Vorstandssprecher der Hotelgruppe Steigenberger, Karl Anton Schattmaier, verlässt das Unternehmen. Hintergrund sei die im Dezember vergangenen Jahres beschlossene Neustrukturierung des Vorstandes, teilte Steigenberger am Dienstag in Frankfurt mit.

Gehört zur Steigenberger Gruppe: Das Hotel "Frankfurter Hof"
Der 58-Jährige war seit 1998 als Vorstandssprecher tätig. Zum 1. Februar dieses Jahres hatte das Unternehmen den früheren Accor-Manager André Witschi auf den neu geschaffenen Posten des Vorstandsvorsitzenden berufen. Schattmaier sollte in Zukunft als Witschis Stellvertreter weiterarbeiten. Die Trennung sei im gegenseitigen Einverständnis erfolgt, hieß es nun.

Grund für die Erweiterung des Vorstands nach zwei Jahren der Konsolidierung ist die geplante Expansion von Steigenberger im Ausland. Witschi leitete seit 2003 die Accor Hotellerie Deutschland, zu der unter anderem die Marken Novotel und Ibis gehören.

Die Hotelgruppe Steigenberger, zu 99,6 Prozent im Besitz der Familie Steigenberger, betreibt derzeit 82 Steigenberger Hotels und Resorts sowie Intercityhotels in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, den Niederlanden und Ägypten. Das Unternehmen beschäftigt 5500 Menschen, davon 4000 im Inland, und erwirtschaftete 2006 einen Jahresumsatz von rund 475 Millionen Euro.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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