Montag, 29. Mai 2017

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Talente Europas Toparbeitgeber

2. Teil: Deutsche abgeschlagen

Deutsche abgeschlagen

Auch auf den hinteren Rängen konnten deutsche Technologieunternehmen nicht punkten: BASF Börsen-Chart zeigen sackte vom 47. auf den 51. Platz, Lufthansa Technik vom 34. auf den 54. und das Fraunhofer Institut gar vom 21. auf den 62. Rang. Nur MAN Börsen-Chart zeigen konnte ein paar Plätze gutmachen: Der Lkw-Hersteller schob sich vom 67. auf den 59. Platz.

Die Methode
Für das Ranking der Top-100-Arbeitgeber Europa hat das Beratungsinstitut Trendence mehr als 40.000 europäische examensnahe Studierende der Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften in 18 Ländern befragt.

Die Ermittlung der Rangliste stützt sich auf ein zweistufiges Verfahren. Zuerst mussten die an der Befragung teilnehmenden Studierenden auf einer Liste mit über 100 europaweit tätigen Unternehmen diejenigen streichen, die sie nicht kennen. Im Anschluss wurden sie gebeten, von den übrig gebliebenen Arbeitgebern jene sechs anzukreuzen, die sie als "attraktiv" bezeichnen. Hierbei handelt es sich um die sechs Unternehmen, bei denen sich die Studierenden am ehesten bewerben würden. "Die Prozentangaben stehen also für den Anteil der Absolventen, die die jeweilige Firma als ihren Top-Arbeitgeber gewählt haben", sagt Trendence-Experte Oliver Viel.

Das Absolventenbarometer ist die mit Abstand größte Untersuchung ihrer Art. Das sorgfältige Auswahlverfahren, transparente Auswertungsmaßstäbe sowie die sinnvolle Gewichtung und Quotierung machen die Studie zum bedeutendsten Messinstrument für europäische Arbeitgebermarken.

Das Berliner Trendence Institut ist weltweit als Research- und Beratungsunternehmen tätig (www.trendence.com).
Bei den BWLern verloren deutsche Unternehmen ebenfalls an Ansehen: Adidas rutschte vom zweiten auf den fünften Rang, BMW vom dritten auf den achten und Porsche vom achten auf den 14., Volkswagen vom 18. auf den 24. Rang. Siemens rutschte bei den BWLern gar von Platz 20 auf Rang 45.

Auch bei anderen deutschen Unternehmen setzte sich der Abwärtstrend fort. Lufthansa Börsen-Chart zeigen rutschte vom 24. auf den 36. Platz, Daimler vom 34. auf den 54. und Beiersdorf Börsen-Chart zeigen vom 50. auf den 91. Rang. Nur die Allianz Börsen-Chart zeigen konnte sich leicht verbessern: Der Versicherungskonzern schob sich von Rang 62 auf Platz 56 vor.

Insgesamt blicken europäische Studierende optimistisch in die Zukunft. Nur 26 Prozent der Wirtschaftswissenschaftler erwarten 2007 Schwierigkeiten bei der Jobsuche. Durchschnittlich gehen sie davon aus, 26 Bewerbungen schreiben und viereinhalb Monate für die Jobsuche investieren zu müssen. Die angehenden europäischen Ingenieure erwarten eine noch rosigere Zukunft: Nur 19 Prozent gehen davon aus, dass es 2007 schwierig sein wird, eine Stelle zu finden.

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