Montag, 26. Juni 2017

Alle Artikel und Hintergründe

Bionade Ringen um die Holunder-Herrschaft

Der Erfolg des Getränkeherstellers Bionade ist grandios. Die großen Konzerne der Branche reagieren darauf zunehmend nervös - mit Übernahmeangeboten und Nachahmerprodukten. Doch das Familienunternehmen aus der fränkischen Provinz weiß sich zu behaupten.

Ostheim – Die kleine Brauerei Peter in der Rhön stand kurz vor dem Aus, als ihr Braumeister Dieter Leipold im Jahr 1995 die Bionade erfand. Ein biologisches Erfrischungsgetränk, das mittlerweile nicht mehr aus der deutschen Getränkelandschaft wegzudenken ist. Doch der Weg bis dahin war lang und vom Kampf mit Bürokraten und Banken gezeichnet.

Ende der 90er Jahre gelang Bionade der Durchbruch – Szeneläden in Hamburg hatten die Brause mit solch ausgefallenen Geschmacksrichtungen wie Litschi oder Holunder entdeckt, das gesunde und kreative Image ließ die Umsätze steigen. Bundesweit bekannt wurde das Familienunternehmen dann vor vier Jahren durch zwei Artikel in Wirtschaftsmedien, darunter auch dem manager magazin.

"Diese redaktionelle Berichterstattung hat uns einen enormen Schub gegeben", gibt Bionade-Geschäftsführer Peter Kowalsky im Gespräch mit manager-magazin.de zu. "Plötzlich waren wir im Geiz-ist-geil-Zeitalter ein Beispiel dafür, dass man mit der richtigen Idee ein Produkt auch zu einem guten Qualitätspreis erfolgreich auf den Markt bringen kann". Der Kampf David gegen Goliath konnte beginnen.

"Was wir 2003 in einem Jahr produziert haben, das schaffen wir heute an nur einem Tag", berichtet Kowalsky. Diese Entwicklung hat die Branche kräftig durcheinandergewirbelt: "In Deutschland liegen wir bei den Limonaden mittlerweile auf Platz drei hinter Fanta und Sprite", so der Sohn des Bionade-Erfinders Leipold. Bis zu 250 Millionen Flaschen werden in diesem Jahr voraussichtlich produziert.

Seite 1 von 3
Nachrichtenticker

© manager magazin 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH