Donnerstag, 21. Juni 2018

Bionade Ringen um die Holunder-Herrschaft

3. Teil: Neue Geschmacksrichtung

Neue Geschmacksrichtung

Auch die Übernahmeangebote für das mittelständische Unternehmen häufen sich. "Die größten Konzerne waren zuerst da", sagt Kowalsky. Kein Geheimnis ist, dass auch Coca-Cola Börsen-Chart zeigen dazugehört hat. "Wir haben die Angebote alle abgelehnt, doch sie zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind", so der Chef von mittlerweile 160 Mitarbeitern.

Volksbrause aus der Rhön: Bionade mit den Sorten Holunder, Litschi, Kräuter und Ingwer-Orange
Bionade hält also vorerst am bisher erfolgreich eingeschlagenen Weg fest. Der Standort Ostheim soll auch langfristig Sitz des Unternehmens bleiben. "Wenn die Ostheimer es wollen, dann bauen wir hier so etwas wie ein 'kleines Warsteiner' auf", sagt Kowalsky.

Die Einwohner sind überwiegend stolz auf das Unternehmen, allerdings häufen sich auch die Beschwerden über "Flaschenklimpern um 22 Uhr" oder die immer größer werdende Fabrik in dem 3500-Einwohner-Ort. Abfüllstandorte in anderen Regionen befinden sich zumindest in Planung.

"Unser Wachstum ist so stark, dass es vor einigen Wochen in ganz Deutschland keine Flaschen mehr zur Abfüllung gab", berichtet Kowalsky über kurzfristige Lieferengpässe. Auch im Ausland - in Skandinavien oder Ländern wie Italien und Portugal - nimmt der Durst auf das alkoholfreie Biogetränk zu. Als nächstes Ziel plant Bionade den Sprung nach Übersee, die USA, Japan und Australien gilt es zu erobern.

Für eine mögliche Abfüllung der Erfolgsbrause in große Ein-Liter-Flaschen verfügt das Unternehmen noch nicht über entsprechende Kapazitäten. In Vorbereitung ist jedoch eine neue Geschmacksrichtung. Die Worte Kowalskys dürften bei den Wettbewerbern die Alarmglocken klingeln lassen: "Spätestens zur Internorga-Messe im Frühjahr 2008 werden wir eine neue Sorte auf den Markt bringen."

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