Freitag, 16. November 2018

Herbert Batliner Staatsanwaltschaft stellt Verfahren ein

Viele Millionen Euro haben deutsche Steuerflüchtlinge mit Hilfe des Liechtensteiner Treuhänders Herbert Batliner vor dem Fiskus versteckt. Nun steht das Strafverfahren nach Informationen von manager magazin vor der Einstellung: Batliner hat kooperiert - und zahlt.

Hamburg - Das seit mehr als sieben Jahren laufende Strafverfahren gegen den bekannten Liechtensteiner Treuhänder Herbert Batliner steht kurz vor dem Abschluss. Die berichtet das manager magazin in seiner aktuellen Sonderausgabe "Die 300 reichsten Deutschen", die jetzt am Kiosk erhältlich ist.

Gnade von Amts wegen: Treuhänder Batliner
fotodienst / Dietmar Stiplovsek
Gnade von Amts wegen:
Treuhänder Batliner
Die Staatsanwaltschaft Bochum, die den Rechtsanwalt aus Vaduz der Beihilfe zur Steuerhinterziehung in rund 200 Fällen verdächtigt, und Batliner haben sich auf die Einstellung des Verfahrens nach Paragraf 153a der Strafprozessordnung verständigt. Der 78-jährige Batliner wird nach Informationen der Bochumer Behörde einen siebenstelligen Betrag bezahlen.

Vor Jahren war bei den Bochumer Ermittlern eine CD-Rom mit Daten deutscher Steuerflüchtlinge gelandet, die Millionen am Fiskus vorbei von Batliner verstecken ließen. Ein ehemaliger Mitarbeiter Batliners hatte der Behörde die Informationen über dessen Kundschaft anonym zugespielt.

Heute sind alle Fälle bis auf drei abgearbeitet. Eine halbe Milliarde Euro ist an die Finanzämter zurückgeflossen. Staatsanwältin Margrit Lichtinghagen sagte gegenüber manager magazin: "Dr. Batliner hat bei der Aufklärung der Fälle unverzüglich und vollständig kooperiert. Außerdem sind die hinterzogenen Gelder vollständig in den Wirtschaftskreislauf zurückgeflossen."

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