Dienstag, 11. Dezember 2018

Ex-Flowtex-Chef Wegen guter Führung entlassen

Manfred Schmider ist frei. Mehr als sieben Jahre verbrachte der Ex-Flowtex-Chef in der JVA Freiburg. Nun wurde er wegen guter Führung auf Bewährung entlassen. Im Zuge des Flowtex-Skandals, der Schäden in Milliardenhöhe verursacht hatte, war Schmider ursprünglich zu elfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Freiburg - Nach mehr als sieben Jahren im Gefängnis wurde der ehemalige Chef der Betrugsfirma Flowtex, Manfred Schmider, am heutigen Dienstag aus der Haft entlassen. Die Entlassung sei "ohne Probleme und ohne Aufhebens verlaufen", sagte ein Sprecher der Justizvollzugsanstalt Freiburg. Die restliche Strafe wird nach einem Beschluss des Landgerichts Freiburg zur Bewährung ausgesetzt.

Schmider war vor vier Jahren wegen Betrugs zu elfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden und hat am Mittwoch zwei Drittel seiner Strafe verbüßt. Weil dies ein Feiertag ist, kommt der frühere Flowtex-Chef bereits einen Tag früher aus dem Gefängnis. Der 58- jährige saß in der JVA Freiburg ein und war dort zuletzt Freigänger. Die Leitung der Vollzugsanstalt hatte Schmider ein "exzellentes Zeugnis" ausgestellt. Außerdem gilt er als Ersttäter, da er sich vor dem Flowtex-Betrug nichts hat zuschulden kommen lassen.

Die Kammer begründete die Entlassung vor allem mit einer günstigen Prognose für Schmider. Das Verhalten Schmiders im Gefängnis sei ohne Beanstandungen geblieben. Auch seien bei den seit Dezember 2005 gewährten Vollzugslockerungen keine Unregelmäßigkeiten aufgetreten. Die Bewährungszeit legte das Gericht auf drei Jahre fest.

Nach der Haftentlassung wird Schmider ein Bewährungshelfer zugeteilt. Seinen dem Gericht bekannten Wohnsitz in Baden-Württemberg und seinen Arbeitsplatz darf er nur mit Zustimmung des Bewährungshelfers wechseln.

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