Montag, 17. Dezember 2018

Frankfurt 66 Millionen für Goethes Studis

Doppelter Grund zur Freude an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität-Frankfurt: Der 1975 verstorbene Frankfurter Privatbankier Alfons Kassel und seine Frau Gertrud vermachen der Hochschule 33 Millionen Euro. Das Land Hessen packt noch einmal 33 Millionen drauf.

Frankfurt am Main - Die Johann Wolfgang Goethe-Universität schwört auf ein Zitat von ihrem Namensgeber Goethe. Es lautet "...verdiene dir und erwarte. Von den Großen - Gnade, von den Mächtigen - Gunst. Von den Tätigen und Guten - Förderung". Mit der Förderung hat es geklappt: Die Universität erhält mit 33 Millionen Euro die größte private Zuwendung ihrer Geschichte.

Das Geld stammt aus dem Erbe des 1975 verstorbenen Frankfurter Privatbankiers Alfons Kassel und seiner Ehefrau Gertrud. Mit dem Tod Gertrud Kassels im Februar sei fast das gesamte Vermögen zu Stiftungszwecken freigegeben worden, schreibt die Hochschule in einer Pressemitteilung. "Das Geld selbst bleibt unangetastet. Wir werden mit den Erträgen Projekte finanzieren", sagte Unipräsident Rudolf Steinberg.

Für eine deutsche Bildungseinrichtung sind 33 Millionen Euro eine beachtliche Summe. Während Großspenden von Millionären und Milliardären in den USA eine lange Tradition haben, wurden Deutschlands Hochschulen mit Zuwendungen aus der Wirtschaft nur selten bedacht. Doch das scheint sich gerade zu ändern.

So half die Jacobs-Stiftung der Kaffeeröster-Dynastie kürzlich der angeschlagenen privaten International University Bremen mit 200 Millionen Euro aus der Klemme. Der SAP-Mitgründer Hasso Plattner entschied sich für die Finanzierung eines Potsdamer Informatik-Instituts in ähnlichem Umfang. Keine zwei Wochen ist es her, dass der Seefracht Millionär Klaus-Michael Kühne einem Institut für Logistik an der TU Hamburg-Harburg 30 Millionen Euro stiftete.

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