Montag, 25. März 2019

Fresenius Krankenhauschef wegrationalisiert

Der Gesundheitskonzern teilt seine Krankenhaussparte Fresenius ProServe in die Gesellschaften Helios und Vamed auf. Die beiden eigenständigen Bereiche bekommen einen neuen Chef. Andreas Gaddum, der bisherige Vorstand der Krankenhaussparte, wird Fresenius verlassen.

Bad Homburg – Der Gesundheitskonzern Fresenius Börsen-Chart zeigen organisiert seine Krankenhaussparte neu. Bislang war Fresenius ProServe für das Klinikbetreibergeschäft und für den Diensleistungsbereich verantwortlich.

Umbau: Fresenius strukturiert seine Krankenhaussparte um
ProServe wird nun auf die Gesellschaften Helios, zuständig für die Kliniken, und Vamed (Diensleistung) aufgeteilt. Damit solle der zunehmenden Bedeutung dieser Geschäftsbereiche Rechnung getragen werden, teilte Fresenius am Mittwoch mit. Kosten seien mit der Neuorganisation nicht verbunden. Ab Januar 2008 wird Francesco De Meo (43) Fresenius Helios leiten, und Ernst Wastler (48) die Tochterfirma Vamed. De Meo war bei Helios für Personalfragen zuständig.

Andreas Gaddum, bislang als Vorstandsmitglied für die Tochterfirma ProServe verantwortlich, wird als Folge der Umstrukturierung Ende 2007 aus dem Unternehmen ausscheiden. Gaddum startete seine Karriere beim Mischkonzern Haniel, bis er 2005 Rainer Hohmann im Vorstand von ProServe ersetzte.

Außerdem teilte Fresenius mit, dass Jürgen Götz (43) mit Wirkung zum 1. Juli zum Mitglied des Vorstands der Fresenius AG berufen wurde. Götz werde die Bereiche Recht, Compliance und Personal verantworten. In dieser Rolle übernehme er auch die Funktion des Arbeitsdirektors der Gesellschaft von Stephan Sturm, der Fresenius-Finanzvorstand bleibe.

Fresenius hatte 2005 die Klinikgruppe Helios für rund 1,5 Milliarden Euro übernommen. 2006 erzielte Helios einen Umsatz von 1,67 Milliarden Euro und ein operatives Ergebnis von 133 Millionen Euro. Die Vamed Gruppe erreichte im vergangenen Jahr Umsätze von 392 Millionen Euro. Das operative Ergebnis lag bei 24 Millionen Euro. Außerdem erwirtschaftete Vamed mit Management-Aufträgen Umsätze von etwa 350 Millionen Euro, hieß es.

manager-magazin.de mit Material von dow jones und reuters

© manager magazin 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung