Donnerstag, 21. Februar 2019

Was ist eigentlich Bootstrapping?

Ein eigenes Unternehmen zu gründen, ist für viele ein lang gehegter Traum. Mit seinem Kompakt-Lexikon für Unternehmensgründungen gibt Herausgeber Tobias Kollmann Firmenchefs in spe einen Leitfaden an die Hand. manager-magazin.de präsentiert wöchentlich einen Auszug aus dem Lexikon.

1. Begriff

Die Bootstrap Finanzierung ist eine Form der Gründungsfinanzierung, bei der die Strategie des Start-ups und die Realisierung des Gründungsvorhabens an ein sehr enges Budget und knappe Ressourcen angepasst sind. Ziel ist die Vermeidung von Ausgaben bei gleichzeitiger Maximierung der Einnahmen. Ratsam ist die Bootstrap Finanzierung vor allem bei einer Gründung nach dem Low-Budget-Model.


Tobias Kollmann (Hrsg.): "Gabler Kompakt-Lexikon Unternehmens-
gründung"
; Gabler 2005, 352 Seiten, 24,90 Euro.
2. Ursprung des Begriffs

Der Begriff Bootstrap stammt aus den USA und bedeutet übersetzt Schnürsenkel. Ähnlich wie der Schnürsenkel zur effizienten und fußschonenden Nutzung des Schuhwerkes festgezogen sein sollte, sollte auch die Gründungs- und Wachstumsstrategie des Start-ups eng an den knappen verfügbaren Ressourcen der Gründer ausgerichtet sein.

3. Voraussetzung

Voraussetzung für eine Bootstrap ist, dass die Gründer – im Gegensatz zur Selbstfinanzierung – über eigene Finanzmittel (Gründerkapital) verfügen und ihnen Möglichkeiten der Inanspruchnahme externer Finanzierungsquellen für Eigen- und Fremdkapital sowie gegebenenfalls Sicherheiten zur Unterlegung von Fremdkapitalfinanzierungen offen stehen. Dabei kann es sich auch um sehr beschränkte Möglichkeiten handeln, die den gesamten finanziellen Spielraum für das Gründungsvorhaben dann auch entsprechend eng gestalten.

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