Mittwoch, 14. November 2018

Karriere Gute Chancen für Physiker

Recht freundlich sind derzeit die Jobaussichten für Physiker. Bei ihnen sank die Arbeitslosenquote deutlich stärker als bei anderen Naturwissenschaftlern. Besonders Physiker in den ersten Berufsjahren haben gute Chancen.

Hamburg - Die Arbeitslosigkeit unter Physikern ist gegenüber dem Vorjahr um etwa acht Prozent zurückgegangen, meldet die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG). Sie beruft sich dabei auf eine aktuelle Statistik der Bundesagentur für Arbeit.

Physiker in einem Laser-Labor: Positiver Trend auf dem Arbeitsmarkt
Im Vergleich: Für Naturwissenschaften insgesamt nahm die Arbeitslosenquote um rund fünf Prozent ab. Rund drei Prozent der Physiker waren 2005 arbeitslos gemeldet – gegenüber einer Arbeitslosen-Quote in der Gesamtbevölkerung von fast 12 Prozent.

Ein besonders starker Rückgang der Arbeitslosigkeit (13,5 Prozent) ist bei den unter 35-jährigen Physikern zu verzeichnen. Wer kürzer als sechs Monate ohne Arbeit war, hatte ebenfalls bessere Chancen auf einen Job, während die Zahl der sechs bis zwölf Monate Arbeitslosen konstant blieb.

Knapp ein Viertel der von der BA verzeichneten Stellenangebote der Industrie kamen aus dem Bereich Forschung und Entwicklung, insbesondere aus der Elektro-, Laser-, Mikro- und Medizintechnik. Ein weiteres Fünftel stammt von den Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Den dritten Platz der Stellenausschreiber belegten Unternehmen des produzierenden Gewerbes, etwa Hersteller von Messgeräten. Nur wenige Arbeitsplätze - zwei Pronzent - vergaben Software-Entwicklungs-Unternehmen.

Neben einer fachlich fundierten Grundlagenausbildung sind bei Bewerbern Praxiserfahrung, soziale Kompetenzen, Teamfähigkeit und Sprachkenntnisse, vor allem Englisch, gefragt. Auch kaufmännische Kenntnisse und vereinzelt die Promotion sind laut DPG von Vorteil.

Aufgrund einer Zunahme an Physik-Studienanfängern zwischen 2000 und 2003 zeichnet sich bereits ein stärkerer Zustrom von Berufsanfängern ab. Mit einer "Übersättigung des Arbeitsmarktes" sei jedoch nicht zu rechnen, sagt Udo Weigelt vom DPG-Vorstand: "Die Industrie ist mehr denn je auf Innovationen angewiesen. Und genau dafür schafft die Physik wesentliche Grundlagen."

manager-magazin.de mit Material von dpa

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