Freitag, 16. November 2018

Bosch Einzug in den Olymp

Der Bosch-Vize Siegfried Dais wird zum Jahreswechsel Gesellschafter in der mächtigen Robert Bosch Industrietreuhand. Die Kommanditgesellschaft hält 93 Prozent der Stimmrechte und bestimmt damit wesentlich die strategische Ausrichtung des Konzerns.

Stuttgart - Der stellvertretende Geschäftsführungsvorsitzende der Robert Bosch GmbH wird Gesellschafter des Unternehmens. Siegfried Dais werde zum 1. Januar als weiterer Kommanditist in die Robert Bosch Industrietreuhand KG (RBIK) berufen, teilte der Stuttgarter Automobilzulieferer und Elektronikkonzern am Donnerstag mit.

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Die RBIK übt bei Bosch die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Konkret hält die Industrietreuhand 93 Prozent der Stimmrechte und bestimmt damit wesentlich die strategische Ausrichtung des Bosch-Konzerns. Dagegen liegen 92 Prozent der Anteile bei der Robert Bosch Stiftung, die selbst kein Stimmrecht hat. Die Stiftung investiert die Gewinne der GmbH in gemeinnützige Zwecke. Sie ist eine der großen unternehmensverbundenen Stiftungen in Deutschland.

Die restlichen 8 Prozent am Unternehmen verbleiben bei den Nachkommen des Firmengründers aus zweiter Ehe, Robert Bosch junior, Eva Madelung, acht Enkeln und einer Vielzahl Urenkel. Die Familie des Firmengründers verfügt über 7 Prozent der Stimmrechte. Zusammen mit Dais besteht die Industrietreuhand nun aus zehn Gesellschaftern.

Hermann Scholl, der vor dem amtierenden Vorsitzenden der Geschäftsführung, Franz Fehrenbach, an der Spitze des Unternehmens stand, ist ebenso wie Tilman Todenhöfer persönlich haftender Gesellschafter der RBIK. Todenhöfer war zuvor in der Geschäftsführung für Personal verantwortlich.

Die anderen acht Gesellschafter sind Kommanditisten der Industrietreuhand. Zu ihnen gehören neben Dais Peter Adolff, Bo Erik Berggren, Christof Bosch, Franz Fehrenbach, Jürgen Hambrecht, Michael Otto und Urs Rinderknecht.

manager-magazin.de mit Material von vwd

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