Samstag, 25. April 2015

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Telekom Neuer Cheflobbyist

Telekom-Chef René Obermann tauscht den Cheflobbyisten des Konzerns aus. Peter Heinacher wird durch Wolfgang Kopf ersetzt, der als Obermanns Vertrauter gilt. Heinacher dagegen wird in Zukunft den Zentralbereich gesellschaftspolitische Positionierung leiten. In dieser Position berichtet er direkt an Obermann.

Bonn - Rund zwei Wochen nach dem Wechsel an der Führungsspitze der Deutschen Telekom Börsen-Chart zeigen herrscht auch in den mittleren Etagen des größten europäischen Telekommunikationskonzerns ein reges Kommen und Gehen.

Wechsel im Management: Die Telekom hat einen neuen Cheflobbyistenn
Wie das Bonner Unternehmen am Donnerstag mitteilte, wird der bisherige Cheflobbyist Peter Heinacher einen neuen Zentralbereich im Konzern übernehmen, der die Verantwortung für die "gesellschaftliche Positionierung" der Telekom hat. In dieser Position berichte er direkt an Telekom-Chef René Obermann. Über Heinachers Abgang hatte manager-magazin.de bereits gestern berichtet.

Heinachers Nachfolger als Zentralbereichsleiter "Politische Interessenvertretung und Regulierungsgrundsätze" wird Wolfgang Kopf. Seit drei Jahren kümmert sich Kopf, der als ein enger Vertrauter von Obermann gilt, bei T-Mobile International um Regulierungsfragen. In Kopfs Amtszeit fielen die Novellierung des Telekommunikationsgesetzes und die Überprüfung des europäischen Regulierungsrahmens. Kopf kam 1995 zur Telekom. 1997 übernahm der Jurist Aufbau und Leitung der Kartellrechtsabteilung und war ab 2001 zusätzlich für die internationale Interessenvertretung des Konzerns zuständig. 2003 übernahm er die Regulierungs- und Lobby-Arbeit bei T-Mobile.

Vor wenigen Tagen war bereits der Vertriebsvorstand des Festnetzbereichs T-Com, Achim Berg, als Deutschlandchef zu Microsoft Börsen-Chart zeigen gewechselt. Auch der Technikvorstand der Festnetzsparte, Roland Kittel, verlässt auf eigenen Wunsch das Unternehmen. Seine Nachfolge übernimmt Friedrich Fuß, der seit April 2003 den Aufbau und Betrieb der gesamten nationalen und internationalen Netzinfrastruktur leitete.

Als Auslöser der Personalwechsel gilt die Neubesetzung des Amtes des Vortandsvorsitzenden der Deutschen Telekom vor rund zwei Wochen. Mobilfunkvorstand Obermann hatte den bisherigen Konzernlenker Kai-Uwe Ricke abgelöst. Ricke war unter anderem vorgeworfen worden, den Rückgang der Kundenzahlen im Festnetzbereich nicht gestoppt zu haben.

manager-magazin.de mit Material von reuters, dpa, ddp und vwd

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