Montag, 10. Dezember 2018

Sparkasse Köln-Bonn Haus des Vorstandchefs durchsucht

Die Staatsanwaltschaft nimmt die anonyme Anzeige gegen den Chef der Sparkasse Köln-Bonn, Gustav Adolf Schröder, offenbar Ernst. Die Ermittler durchsuchten nun das Haus des Sparkassen-Vorstehers. Dessen Anwalt protestiert scharf.

Köln - Die Staatsanwaltschaft hat im Zuge ihrer Ermittlungen gegen den Chef der Sparkasse Köln-Bonn, Gustav Adolf Schröder, dessen Haus durchsucht.

Filiale der Sparkasse Köln-Bonn: Gegen Vorstandschef Schröder ermittelt die Staatsanwaltschaft
Dies bestätigte sein Anwalt am Donnerstagabend und kündigte zugleich Beschwerde beim Amtsgericht Köln an. "Der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit ist nachhaltig verletzt", erklärte Rechtsanwalt Norbert Gatzweiler in einer Mitteilung. Die Hausdurchsuchung sei erfolgt, obwohl er den Behörden jegliche Unterstützung bei ihren Ermittlungen zugesagt habe.

Vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass die Staatsanwaltschaft Köln wegen des Verdachts der Bestechlichkeit gegen Schröder ermittelt, der auch Bundesobmann der deutschen Sparkassenvorstände ist. Anlass ist nach Angaben der Ermittler eine anonyme Anzeige.

Dem Banker wird darin vorgeworfen, einer Firma bei der Anlage seines Gartens nur gut ein Viertel des tatsächlichen Auftragswerts von rund 60.000 Euro bezahlt zu haben. Im Gegenzug habe er dem Gartenbauunternehmen angeblich Aufträge bei Firmen verschafft, an denen die Sparkasse KölnBonn beteiligt sei.

Schröders Anwalt erklärte, die Anzeige sei "erkennbar aus irgendwelchen Rachemotiven" eingeleitet worden und richte sich primär gegen die betroffene Gartenbaufirma.

reuters

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