Montag, 17. Dezember 2018

Bill Clinton Reden ist Gold

Bill Clinton ist nicht nur ehemaliger Präsident der USA, er ist auch ein cleverer Geschäftsmann. Denn im vergangenen Jahr nahm er für Auftritte in aller Welt einen beachtlich hohen Betrag ein. Das geht aus der Steuererklärung seiner Ehefrau hervor. Deutschlands Ex-Kanzler Schröder hat das Nachsehen.

Washington – Der frühere US-Präsident Bill Clinton erzielt hübsche Summen für seine Auftritte in aller Welt. Wie aus einer Steuererklärung seiner Frau Hillary hervorgeht, die nun in Washington abgegeben wurde, nahm Clinton im vergangenen Jahr 7,5 Millionen Dollar insgesamt an Gagen für Auftritte ein.

Streicht hohe Gagen ein: Ex-US-Präsident Bill Clinton ist einer der bestbezahltesten Redner der Welt
Pro Redeauftritt kommt Clinton demnach auf 100.000 bis 350.000 Dollar. Am besten bezahlt sind Auftritte fern der Heimat: Für zwei eintägige Seminare in Kanada nahm er allein 650.000 Dollar ein. Bei den Veranstaltungen ging es um Motivation und Inspiration. Und eine Mailänder Firma bezahlte ihm 300.000 Euro für einen Auftritt.

So wundert es kaum, dass der Chef der Harry Walker Agency, die Clinton unter Vertrag hat, den Ex-Präsidenten den "bestbezahlten Redner aller Zeiten" nennt. Die Agentur kann viele weitere Promienten als Redner vermitteln, wie zum Beispiel Magic Johnson, Jimmy Carter, Henry Kissinger, Bianca Jagger oder die Friedensnobelpreisträgerin Wangri Maathai.

Als einer der wenigen Nicht-US-Amerikaner hat es Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder in das Aufgebot der Agentur geschafft. Seine Auftritte sind vergleichsweise günstig: Eine Investmentbank in New York zahlte 75.000 Dollar exklusive Reisespesen für eine Rede von Schröder.

Wie aus der Erklärung der Clintons weiter hervorgeht, beläuft sich das Vermögen des Ehepaars auf mehrere Millionen Dollar. Allein für seine Autobiographie "Mein Leben" hatte Clinton 2004 Schätzungen zufolge einen Vorschuss von zehn bis zwölf Millionen Dollar eingestrichen. Inzwischen wurden mehr als zwei Millionen Exemplare verkauft. Und mit dem Verleger Knopf hat Clinton einen weiteren Buch-Deal abgeschlossen. Das Werk über Lösungsmöglichkeiten für die großen Probleme der Welt soll Ende 2007 oder Anfang 2008 auf den Markt kommen.

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