Montag, 19. November 2018

Cebit Wann geht Schomburg?

Ein Pressebericht sorgte am Freitag für Unruhe bei der Deutschen Messe in Hannover. Angeblich soll der Cebit-Messe-Chef Jörg Schomburg abgelöst werden. Das Unternehmen dementiert. Ein Nachfolger des 62-Jährigen steht allerdings bereits fest.

Hannover - Jörg Schomburg soll seinen Chefposten der IT-Messe Cebit abgeben, hieß es in einem Artikel in der "Financial Times Deutschland" am Freitag. Im März solle er nach der Messe abgelöst werden. Die Deutsche Messe dementierte jedoch einen bevorstehenden Wechsel in der Führung der Cebit. Der langjährige Direktor Schomburg bleibe "auch die nächsten Jahre Chef der Cebit", sagte Marion Sommerwerck, Sprecherin der Deutschen Messe in Hannover.

Cebit-Chef Schomburg: Sein Nachfolger wird bald eingearbeitet
Die "Financial Times Deutschland" berichtet am Freitag, dass nach der diesjährigen Messe Sven Prüser die Nachfolge von Schomburg (62) antreten werde. Prüser ist bisher für das Auslandsgeschäft der Deutschen Messe zuständig.

Ernst Raue, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Messe, betont in einer Pressemitteilung: "Wir verwahren uns auf das Schärfste gegen eine solche, einer jeglichen Grundlage entbehrenden Berichterstattung. Schomburg ist und bleibt Cebit-Chef."

Nach Angaben von Sommerwerck soll der 43 Jahre alte Prüser im Unternehmen erst "aufgebaut" werden, um langfristig den Bereich Schomburgs zu übernehmen. Ein Zeitpunkt stehe dafür aber noch nicht fest. Ab Sommer 2006 soll die Einarbeitung des designierten Nachfolgers beginnen. Zu gegebenem Zeitpunkt werde dann das Zepter übergeben, hieß es in einer Mitteilung.

Die Zeitung hatte den Wechsel an der Spitze der Messe damit begründet, dass Schomburg intern für den erheblichen Ausstellerrückgang der Cebit kritisiert werde. So entwickelten sich Messen wie die 3GSM World in Barcelona und die Telecom der Internationalen Telefonunion in Hongkong zu den führenden Mobilfunkmessen, währen sich die Unterhaltungsindustrie auf der Ifa heimisch fühle. Die Cebit verlöre dagegen an Profil. Die Sprecherin der Messe wies darauf hin, dass es intern keine Kritik an Schomburg wegen eines unscharfen Profils der Cebit gegeben habe.

manager-magazin.de mit dpa

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