Mittwoch, 14. November 2018

SHC Rotation bei der Siemens-Tochter

Wechsel an der Spitze der Siemens-Tochter SHC. Martin Kinne löst Paul Reitmeier zum Jahreswechsel an der Spitze des neu firmierten Produzenten von Schnurlostelefonen ab.

München - Die Siemens-Tochter Siemens Home and Office Communication Devices (SHC) bekommt einen neuen Geschäftsführer. Martin Kinne (46) übernimmt am 1. Januar 2006 die Führung des Unternehmens, das die Schnurlostelefone der Marke Gigaset und andere Endgeräte herstellt. Dies berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die am Freitag (16. Dezember) erscheint. Kinne, der bisher Europa-Chef des Siemens-Gebiets Mobilfunknetze war, löst Paul Reitmeier (52) ab.

Siemens-Tochter SHC: Kinner übernimmt Geschäftsführung und löst Reitmeier ab
SHC firmiert erst seit 1. Oktober als eigenständige Einheit. Zuvor waren die Endgeräte Teil des krisengeplagten Bereichs Com. Das früher höchst profitable Geschäft mit Schnurlostelefonen leidet unter rückläufigen Umsätzen und Gewinnen. Im Siemens-Geschäftsjahr zum 30. September verzeichnete es bei einem Umsatz von rund einer Milliarde Euro nur noch einen Gewinn von 36 Millionen Euro.

Mit der Ausgliederung von SHC hat Siemens-Chef Klaus Kleinfeld das letzte große Endverbraucher-Geschäft aus dem Konzernverbund gelöst. Nun soll sich der Elektronikriese ganz auf Infrastrukturprojekte für Unternehmen und Staaten konzentrieren. Um die Kontakte zu Regierungen zu stärken, engagierte Kleinfeld einen Cheflobbyisten: Harald Braun (53), bis vor Kurzem stellvertretender Leiter der außen- und sicherheitspolitischen Abteilung im Bundeskanzleramt.

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