Freitag, 20. Juli 2018

Networking Managerclubs der Neuzeit

In exklusiven Zirkeln lassen sich beste Beziehungen knüpfen. Doch die etablierten Managernetzwerke bekommen Konkurrenz durch virtuelle Businessclubs. manager-magazin.de sagt, was Plattformen wie Open BC und Performers Circle wirklich leisten.

Hamburg - Die Zeiten, in denen Menschen ihr ganzes Leben in einer Firma beschäftigt bleiben, sind vorbei. Spätestens seit der Wirtschaftsflaute in Deutschland und dem steigenden Konkurrenzdruck am Arbeitsmarkt sind Jobwechsel alle sechs Monate keine Seltenheit mehr.

Beziehungspflege: Gute Kontakte helfen beim Aufstieg
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Beziehungspflege: Gute Kontakte helfen beim Aufstieg
Deshalb ist es wichtig, im Gespräch zu bleiben und sich ein gut funktionierendes Netzwerk aufzubauen. Dazu gehört inzwischen weit mehr, als Geschäftskontakte am Stammtisch zu pflegen oder seine Visitenkarte auf so genannten Visitenkartenpartys an den Mann oder die Frau zu bringen.

Parallel zu Freizeit- und Flirtbörsen etabliert sich eine neue Klasse virtueller Gemeinschaften. Im Unterschied zu den klassischen Kontaktforen kümmern sich Plattformen wie Linkedin, Performers Circle oder Open Business Club (Open BC) ausschließlich um Geschäftsleute und machen diese miteinander bekannt.

Brauchten traditionelle Netzwerker ein gutes Gedächtnis für Namen und Gesichter sowie eine dicke Kartei, ist die Technik der Kontaktpflege im Onlinezeitalter einfacher. In kurzer Zeit kann jeder Internetnutzer mit wenigen Klicks ein Netzwerk mit hunderten Ansprechpartnern aufbauen.

Der Grundgedanke der virtuellen Businessgemeinschaften beruht auf einer These des New Yorker Sozialpsychologen Stanley Milgram, dem Small-World-Phänomen. Sein Motto: Jeder kennt jeden - über eine Verbindungslinie, die aus höchstens sechs Personen besteht.

Darüber hinaus fand ein Soziologe von der Universität Stanford heraus, dass Arbeitsplätze in der Regel nicht durch direkte Freunde, sondern meist durch Freunde von Freunden vermittelt werden. Als Folge dieser theoretischen Erkenntnisse sind in der Praxis zwei unterschiedliche Angebote entstanden: die geschlossenen und die offenen Plattformen.

Bei den geschlossenen Systemen wird jeder Erstkontakt zunächst von den jeweiligen Verbindungspersonen abgesegnet. Diese Zwischenstation soll gewährleisten, dass keine unerwünschten Informationen beim Empfänger landen.

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