Freitag, 16. November 2018

Worldcom-Pleite Fünf Jahre Haft für Finanzchef

Drei Jahre nach der Milliardenpleite des US-Konzerns Worldcom ist der ehemalige Finanzvorstand Scott Sullivan wegen seiner Rolle im größten Bilanzskandal der US-Geschichte zu fünf Jahren Haft verurteilt worden.

New York - Der Ex-Finanzchef des Telekomkonzerns Worldcom, Scott Sullivan, ist am Donnerstag zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Damit verhängten die Richter gegen Sullivan die bislang zweithöchste Haftstrafe in dem Betrugsskandal. Länger muss bislang nur der frühere Firmenchef Bernard Ebbers in Haft. Er war im Juli wegen schweren Betrugs zu 25 Jahren Haft verurteilt worden.

"Schreckliche Entscheidungen getroffen": Ex-Worldcom-Finanzchef Scott Sullivan
Der 43-Jährige Sullivan hatte sich der Verschwörung, des Betruges und des Einreichens falscher Dokumente bei den Aufsichtsbehörden für schuldig bekannt. Strafmildernd wirkte sich offenbar seine umfassende Kooperation mit den Ermittlungsbehörden aus.

Sullivan hatte den früheren Worldcom-Chef Bernard Ebbers in dessen Prozess stark belastet und ihn in direkten Zusammenhang mit den Fehlbuchungen über elf Milliarden Dollar gebracht, nach deren Aufdeckung das Unternehmen im Jahr 2002 zusammengebrochen war.

"Ich habe schreckliche Entscheidungen getroffen", sagte Sullivan. Die vorsitzende Richterin Barbara Jones bezeichnete Sullivan als "Architekten des Betrugs". Sullivan soll seine Haft am 11. November antreten.

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