31.01.2005
Twitter GooglePlus Facebook

Mega-Fusion
Gillette-Chef kassiert 153 Millionen Dollar

Vier Jahre lang führte James Kilts Gillette. Nun hat er den Rasiererklingen-Konzern an den Konkurrenten Procter & Gamble verkauft. Kilts muss zukünftig nicht darben: Er erhält eine Millionenabfindung.

New York - In der US-Presse wies der 56-jährige Kilts jeden Verdacht von Käuflichkeit zurück. Dass er der Übernahme durch P&G zugestimmt habe, sagte der Gillette-Chef, habe nichts mit seiner Abfindung zu tun. Kilts im O-Ton: "Ich hätte gutes Geld verdienen können, wenn ich Gillette als eigenständige Firma erhalten hätte."

  Gillette-Chef Kilts:  Goldener Handschlag
Zur Großansicht
REUTERS

Gillette-Chef Kilts: Goldener Handschlag

Der Verkauf von Gillette an P&G bringt Kilts kurzfristig eine prächtige Summe ein - etwa 153 Millionen, wie das "Wall Street Journal" berechnet hat. Selbst für amerikanische Verhältnisse wäre das ein großzügig dimensioniertes Paket. Eine offizielle Bestätigung der Summe gibt es nicht. Ein Gillette-Sprecher sagte dem "Journal" aber, dass die Berechnung im Wesentlichen korrekt sei.

Laut Bericht erhält Kilts von P&G eine geschätzte einmalige Summe von 23,9 Millionen Dollar und zusätzlich 12,6 Millionen als so genannte "Change of Control"-Auszahlung. Der Rest der Summe ergebe sich, wenn Kilts Aktienoptionen und -rechte ausübe. Laut Fusionsvereinbarung wird Kilts noch ein Jahr lang Vize-Aufsichtsratschef bei P&G bleiben - das bringe ihm weitere acht Millionen ein. Sein Vertrag sehe zudem jährliche Pensionszahlungen von 1,2 Millionen Dollar vor.

Börsenwert verdoppelt

Kilts hat den damals maroden Gillette-Konzern seit seiner Amtsübernahme erfolgreich saniert, dadurch Arbeitsplätze gesichert - und den Börsenwert verdoppelt. Für die Gillette-Aktionäre bringt die jetzt beschlossene Übernahme einen Geldregen. Dass P&G stattliche 57 Milliarden Dollar für den Kauf des kleineren Konkurrenten hinlegen muss, ist auch ein Indiz für Kilts' großen Erfolg.

Die Übernahme aber wird vermutlich zum Abbau von mehreren tausend Stellen führen, so dass ein fader Beigeschmack bleibt. Selbst das "Wall Street Journal" wundert sich darüber, dass Kilts eine derart hohe Summe nach nur wenigen Jahren erhält.

Die Zeitung geht zwar nicht so weit, dem Manager Käuflichkeit zu unterstellen. Dass Kilts von der Übernahme, die er ermöglicht hat, auch persönlich profitiere, könne aber zumindest den Anschein eines Interessenkonfliktes erwecken, schreibt das Blatt.

Zur Startseite
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • deli.cio.us
  • Pinterest

© manager magazin online 2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH












Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service
Ihr persönliches DepotDepot
Twitter-FeedsTwitter-Feeds
manager magazin mobilmm mobil
Partnerangebote
Seminarmarkt: Tanken Sie Karrierewissen Seminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug? GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?