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27.10.2004
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Paul Gauselmann
Einer gewinnt immer

Von Isa von Bismarck-Osten

3. Teil: Große Ziele vor Augen

Große Ziele vor Augen

Derzeit hat der Senior noch alle Trümpfe in der Hand. Frühestens in drei Jahren will er die Firmenleitung abgeben. Bis dahin hat der vitale Vollblutunternehmer noch viel vor. So meldet er zu seinen bestehenden 200 immer noch neue Patente an. Um sich fit zu halten, spielt er regelmäßig Tennis in der höchsten Espelkamper Senioren-Liga.

   Michael und Paul Gauselmann:  Vater und Sohn teilen sich die Spitze des Unternehmens
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Michael und Paul Gauselmann: Vater und Sohn teilen sich die Spitze des Unternehmens

Erst kürzlich wurde der größte Arbeitgeber des Städtchens zu dessen Ehrenbürger ernannt. Selbst seine Firmenadresse, die Merkur-Allee, ist eine Hommage an seine Verdienste für die Stadt. Auch vom früheren Bundespräsidenten Johannes Rau wurde er geehrt. 2003 verlieh dieser ihm das Bundesverdienstkreuz erster Klasse.

Es wäre untypisch für Gauselmann, hätte er nicht weiterhin große Ziele im Sinn. Der letzte Stich vor seinem Abgang ist schon von langer Hand geplant. Der seit 23 Jahren amtierende Verbandsvorsitzende der Automatenindustrie will in den kommenden Wochen die Reformierung der seit 1953 geltenden Spielverordnung erreichen.

Vom Fädenziehen versteht er nämlich genauso viel wie vom Big Business. "Das ist ein schlauer Fuchs", urteilt Ilona Füchtenschnieder, ehrenamtliche Vorsitzende des Fachverbandes Glücksspielsucht. "Er hat einfach die besseren Kontakte zur Politik als wir". So gelang es ihm beispielsweise, den ehemaligen NRW-Justizminister Rolf Krumsiek in seinen Aufsichtsrat zu holen.

[M] DDP; DPA; mm.de

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Auch zu seinem 70. Geburtstag versammelte Gauselmann kürzlich einflussreiche Gäste wie Rainer Wend, den Vorsitzenden des Wirtschaftsausschusses im Bundestag (SPD), und Dieter Richter, einen hohen Beamten der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt, in dessen Abteilung die Prüfung von Spielautomaten vorgenommen wird.

Die Hilfe der Mächtigen kann Gauselmann gut gebrauchen. Zum Beispiel gegen besagten Fachverband Glücksspielsucht, für den die Gauselmann'schen Produkte ein rotes Tuch sind. Das größte Problem, so Verbandschefin Füchtenschnieder, seien die Geldspielautomaten, die für 80 Prozent der Spielsüchtigen sorgen, "offiziell aber gar nicht als Glücksspiel gelten". "Leider rechnen wir inzwischen damit, dass sich dieses Problem verschärft." Sie weist in diesem Zusammenhang auf die geplante Novellierung der Spielverordnung hin. Dadurch werden die Spielautomaten in Kneipen und Spielhallen schneller, denn die Einzelspielfolge verkürzt sich von zwölf auf drei Sekunden. Oder anders ausgedrückt: Spieler können ihr Geld dann wesentlich schneller verzocken.

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