Sonntag, 23. Juli 2017

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Elite-Internate Kaderschmieden mit Karrieregarantie

Ferdinand Piech war da, Graf Anton von Faber-Castell und auch August Oetker - in anspruchsvollen Bildungsanstalten wie dem Schweizer Lyceum Alpinum oder Schloss Salem am Bodensee nehmen viele Karrieren ihren Anfang. manager-magazin.de stellt die exklusivsten Internate im deutschsprachigen Raum vor.

Zuoz/Salem - Das Lyceum Alpinum im schweizerischen Zuoz ist mehr als eine Schule. Es bildet eine kleine Stadt für sich.

Anstalt mit Tradition: Lyceum Alpinum
Um das Hauptgebäude mit seinem Giebelturm schart sich ein Dutzend weiterer Häuser: Rektorat, Speisesaal, Bibliothek, Unterkünfte für Schüler, getrennt nach Alter und Geschlecht. Doch es sind vor allem die Sportanlagen, die einen Abkömmling des deutschen Schulwesens vor Neid erblassen lassen: Sechs Tennis- und zwei Fußballplätze stehen den Zöglingen zur Verfügung, außerdem ein Cricketfeld und ein Golfplatz. Skifahren ist ebenfalls möglich, und das auf allerhöchstem Niveau: St. Moritz liegt direkt um die Ecke.

Sport wird in dem Engadiner Elite-Internat groß geschrieben. Gunther Sachs, Ferdinand Piech und Graf Anton von Faber-Castell sind hier zur Schule gegangen. Doch wer mit einem Foto im Flur der Anstalt vertreten sein will, muss schon zu den Cricket-Cracks gehören.

Exklusiv wie die Uhren, diskret wie die Banken

"Sport trainiert das Einordnen in ein Team und die Rücksichtnahme auf Schwächere", sagt Georges Fäh, Admission Officer des hundertjährigen Lyceums. Tatsächlich müssen viele der 180 Internatsschüler diese Tugenden erst erlernen, denn sie haben Eltern, die mindestens 35.000 Euro pro Jahr für die Ausbildung ihrer Sprösslinge erübrigen können.





  Traditionssport im Lyceum Alpinum:  Cricket   Malerisch:  Das Institut auf dem Rosenberg in St. Gallen   Tennis inklusive: Courts auf dem Rosenberg in St. Gallen   Ehrwürdig:  Internat Luisenlund an der Schlei

Elitäre Bildungsstätten
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Die Internate stehen in einer Reihe mit anderen Markenprodukten der Schweiz: exklusiv wie die Uhren, diskret wie die Banken. "Wir sind ein republikanisch geprägtes Land, in dem Prominente nicht von Fotografen umlagert werden", sagt Markus Fischer vom Verband Schweizerischer Privatschulen in Bern. "Viele schicken ihre Kinder zu uns, damit sie in einem geschützten Rahmen heranwachsen können."

Besonderer Nachfrage aus Deutschland erfreuen sich jene Internate, die neben der Schweizer Matura und dem International Baccalaureate (IB) auch das deutsche Abitur als Abschluss anbieten. Dazu zählt neben dem Lyceum von Zuoz etwa das Institut auf dem Rosenberg in St. Gallen. "Unsere 250 Schüler kommen aus 35 Ländern", sagt dessen Leiterin Monika A. Schmid. "Deutsche bilden mit 50 Prozent die größte Gruppe."

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