Montag, 26. Juni 2017

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Hans-Peter Wild Herr Capri-Sonne

Hans-Peter Wild ist Vater des beliebtesten Kindergetränks dieser Republik. Vor allem aber produziert er natürliche Aromen. Ob für Nestlé oder Unilever, Dr. Oetker oder Haribo – Wild liefert den Geschmack der großen Marken dieser Welt.

Hamburg - Es gibt nicht besonders viele Begebenheiten aus der Kindheit, an die sich die meisten Erwachsenen gleichermaßen erinnern. Der Gedanke an das eine oder andere Geburtstagsfest gehört sicherlich dazu oder der weihnachtliche Duft in der guten Stube der Großeltern.

Kreiert Aromen und Geschmacksrichtungen:
Hans-Peter Wild
Der Geruch von Sonnenmilch dagegen spült Bilder sommerlicher Strände und proppevoller Freibäder an die Oberfläche. Deren Aufenthalte waren üblicherweise von sauren Weingummis und Capri-Sonne gekrönt. Auch wenn sich die kulinarischen Neigungen im Laufe der Jahre geändert haben mögen - der Geschmack von Capri-Sonne, Tri-Top und Campino-Bonbons hat sich den meisten Menschen tief ins Gedächtnis gebrannt.

Die Objekte der kindlichen Begierde sind vielfach ebenso verschwunden wie die dazugehörigen Kioske. Hinter deren abgewetzten Resopaltresen stopften freundliche Rheinländer bunte Süßigkeiten aus Kugelgläsern in Spitztüten aus Papier, die dann gegen abgezählte, feuchtwarme Groschen in den Besitz glücklicher Kinder übergingen. Statt Frisko gibt es heute Sprite. Hubba-Bubba, Bonanza-Räder und Dolomiti haben ausgedient. Als eines der wenigen Relikte der siebziger Jahre strahlt allein die Capri-Sonne heller denn je zuvor.

Bis in den letzten Winkel der Welt

Verantwortlich für den Erfolg des Erfrischungsgetränkes aus dem unverwechselbaren Trinktüte ist Hans Peter Wild. In hundert Ländern weltweit wird das bekannteste Produkt aus dem Hause Wild mit Sitz in Eppelheim bei Heidelberg inzwischen in Lizenz hergestellt und vertrieben.

[M] DDP; DPA; mm.de
Von Siegern und Verlierern

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Aktuell gibt es Capri-Sonne in zehn verschiedenen Geschmacksrichtungen und nach Informationen des "Handelsblattes" bestätigen Marktforscher, dass das Erfrischungsgetränk bei Kindern bis zu einem Alter von zwölf Jahren den größten Bekanntheitsgrad bei fruchtigen Getränken genießt.

Von der Erfindung der Capri-Sonne bis zu ihrem internationalen Siegeszug war es allerdings ein weiter und steiniger Weg. Schon 1952 ließen sich die SiSi-Werke bei Heidelberg den Namen "Capri-Sonne" als Warenzeichen eintragen. Doch erst knapp zwei Jahrzehnte später tauchte das dazugehörige Produkt auch in den Regalen der Einzelhändler auf. Das Problem: Geschmacksstabilität und Keimfreiheit konnten erst durch den Einsatz moderner Maschinen gewährleistet werden. Deren Entwicklung war den Ingenieuren von Wild senior Ende der sechziger Jahre schließlich geglückt.

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