Freitag, 14. Dezember 2018

Investor Treuhand Mario Ohovens Unternehmen verurteilt

Die Investor Treuhand, ein Unternehmen des Präsidenten des Bundesverbandes der Mittelständischen Wirtschaft, Mario Ohoven, ist zu 750.000 Euro Schadenersatz verurteilt worden. Die Investor Treuhand kündigte an, gegen das Urteil vorzugehen.

Düsseldorf - Geklagt hatten drei Kapitalanleger, die in ostdeutsche Immobilienfonds investiert hatten, von denen einer zu einem Insolvenzfall geworden war. Das Düsseldorfer Oberlandesgericht (OLG) habe entgegen einer früheren Entscheidung den Klagen der Anleger in vollem Umfang entsprochen, sagte ein Sprecher des Gerichts am Freitag.

Präsident des Bundesverbandes der Mittelständischen Wirtschaft: Mario Ohoven
Die Anleger waren mit ihren Klagen zunächst in erster und zweiter Instanz gescheitert, dann hatte aber der Bundesgerichtshof das OLG-Urteil aufgehoben und an das Gericht zurückverwiesen. Die Bundesrichter hatten die Anleger über den Provisionsanteil der Geldanlage von zwölf Prozent nicht ausreichend aufgeklärt gesehen. So sei die Höhe eines Werbekosten-Zuschusses nicht benannt gewesen.

Ein Sprecher der Investor Treuhand kritisierte die Entscheidung: Das Gericht habe die hohen Steuervorteile für die Anleger nicht berücksichtigt. Die Geldanlage habe den damaligen Marktpreisen, der Prospekt dem Branchenstandard und der damals geltenden Rechtslage entsprochen.

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