Freitag, 14. Dezember 2018

Mercedes Helmut Werner ist tot

Einer der einflussreichsten Auto-Visionäre Deutschlands ist tot. Unter der Leitung von Helmut Werner entstanden der Smart, die A-Klasse und der Roadster SLK. Am vergangenen Freitag starb der ehemalige Mercedes-Benz-Chef im Alter von 67 Jahren.

Stuttgart - Der ehemalige Mercedes-Benz-Chef Helmut Werner ist im Alter von 67 Jahren gestorben. DaimlerChrysler Börsen-Chart zeigen bestätigte am Montag entsprechende Informationen des Südwestrundfunks (SWR) in Stuttgart.

Wegweisender Visionär: Helmut Werner 1998
Werner war 1997 beim Stuttgarter Autokonzern ausgeschieden. Er hatte damals im Zusammenhang mit dem Umbau zu DaimlerChrysler unter der Ägide von Jürgen Schrempp auf alle Ämter verzichtet.

Im April vergangenen Jahres war Werner ins künstliche Koma versetzt worden, nachdem er sich mit der tückischen Legionärskrankheit infiziert hatte. Die Legionärskrankheit ähnelt in ihrem Verlauf einer Lungenentzündung, endet aber in 50 Prozent aller Fälle tödlich.

Machtkampf zwischen Schrempp und Werner

Der Automanager stand von 1993 bis 1997 an der Spitze der Mercedes-Benz AG. Dort setzt er eine Neuorientierung durch und steuerte Mercedes in neue Marktsegmente. Zuvor war er im Stuttgarter Autokonzern für das Nutzfahrzeuggeschäft zuständig gewesen.



 Werners Kleinster: Der Smart  Elchtest bestanden: Unter Werner gelang der Einstieg in die Kompaktklasse  Werners Schnellster: SLK-Cabrio
 Vorläufiger Höhepunkt einer langen Serie: C-Klasse-Coupé  Alleskönner: E-Klasse Kombi  Puristen-Porsche: Smart Cabrio

Helmut Werners Vermächtnis:
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Als der ehemalige Dasa-Chef Jürgen Schrempp 1995 die Führung im Daimler-Benz- Konzern übernahm, entwickelte sich ein Machtkampf zwischen den beiden selbstbewussten Managern, den Schrempp schließlich gewann. Daraufhin verließ Helmut Werner das Unternehmen.

Der am 2. September 1936 in Köln geborene Werner verfolgte in den 80er Jahren als Vorstandsvorsitzender des Reifenherstellers Continental AG früh den Weg, das Hannoveraner Unternehmen mit nationalen und internationalen Akquisitionen fit für den Weltmarkt zu machen.

Nachdem er den Reifenkonzern erfolgreich umgekrempelt hatte, wurde die Stuttgarter Daimler-Benz-Spitze auf ihn aufmerksam. Als er im November 1987 als Nutzfahrzeugchef in den Südwesten ging, war schnell klar, dass dies nicht das Ende seiner Karriere beim Automobilkonzern bedeutete.

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