Montag, 17. Dezember 2018

Beckenbauer & Co Rüttgers rügt Steuerflucht von Prominenten

CDU-NRW-Chef Jürgen Rüttgers profiliert sich auf Kosten deutscher Steuerflüchtlinge. Im Ramen seiner kritischen Erwänungen fallen Namen wie Schumacher, Ulrich oder Beckenbauer.

 Hans Dampf in allen Gassen: Jürgen Rüttgers
DPA
Hans Dampf in allen Gassen: Jürgen Rüttgers

Hagen - Der nordrhein-westfälische CDU-Chef Jürgen Rüttgers hat scharf kritisiert, dass viele Prominente wie Michael Schumacher oder Franz Beckenbauer in Deutschland keine Steuern zahlen.

Der Unionspolitiker sagte in einem Interview mit der in Hagen erscheinenden "Westfalenpost": "Wer Steuerschlupflöcher bedenkenlos nutzt oder ins Ausland zieht, um Steuern zu sparen, muss wissen, dass er seine Vorbildfunktion verliert."

Sponsoren sollten deshalb überlegen, ob sie "Einkommens-Millionären, die ihre Vorbildfunktion aus Habgier verletzen, die Werbegelder entziehen", zitierte das Blatt Rüttgers.

 Kein Vorbild: Franz Beckenbauer
DPA
Kein Vorbild:Franz Beckenbauer
Nach den Formel-1-Rennfahrern Michael Schumacher (Schweiz), Ralf Schumacher (Österreich) und Ex-Fußball-Star Franz Beckenbauer (Österreich) hatte kürzlich auch Radprofi Jan Ullrich (Schweiz) seinen Wohnsitz in eine ausländische Steueroase verlegt.

Gleichzeitig kassieren diese Sportler Werbegelder deutscher Firmen in Millionenhöhe.

"Es gibt Dinge, die tut man nicht. Steuerflucht ins Ausland gehört dazu", sagte Rüttgers. Sportler, Manager oder Künstler müssten wissen, dass sie für viele Menschen Vorbilder seien. Wer in Deutschland Geld verdiene, müsse auch in Deutschland Steuern zahlen.

© manager magazin 2003
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH