Donnerstag, 15. November 2018

AMG Große Aufgabe in einem kleinen Markt

AMG macht Mercedes schneller - und steigenden Umsatz. Seit vier Jahren hält DaimlerChrysler die Mehrheit an dem Tuner mit dem Ziel, ihn bis 2009 ganz zu übernehmen. Derweil soll ein Mercedes-Mann an der Spitze die Stellung halten.

Stuttgart - AMG, der hauseigene Tuner von Mercedes- Benz-Pkws, bekommt einen neuen Chef: Hubertus Troska, bisher im Vertrieb der Mercedes-Gruppe, ist ab 1. Oktober 2003 in Affalterbach (Kreis Ludwigsburg) Geschäftsführungsvorsitzender der Mercedes-AMG GmbH.

Mercedes-Mann in Affalterbach: Hubertus Troska
Wie DaimlerChrysler am Mittwoch weiter mitteilte, werde der bisherige AMG-Chef Ulrich Bruhnke (49) auf eigenen Wunsch eine neue Position in der Automobilindustrie übernehmen. AMG baut von Mercedes- Benz-Modellen PS-stärkere und optisch aufgemotzte Versionen.

AMG ist vor 36 Jahren als Entwicklungsbüro für Rennsportmotoren gegründet worden. Bald schon verlegte sich AMG auf das Tunen von Mercedes-Benz-Modellen. 1999 übernahm DaimlerChrysler die Mehrheit bei der Motorenschmiede. Bis 2009, so der Plan von Mercedes-Benz-Markenchef Jürgen Hubbert, soll das Unternehmen vollständig dem Mutterkonzern gehören.

Außen Schaf, innen Wolf: Mercedes-Benz E 55 AMG. Gerne auch als Kombi für eilige Transporte, zum Beispiel Medikamente
Die Zeichen bei AMG stehen auf Wachstum. Derzeit sorgen die Spoilerschrauber für mehr als 1,5 Prozent der Gesamtverkäufe des Konzerns. Mittelfristig soll die Quote auf zwei Prozent steigen und könnten dann bei Stückzahlen um 24.000 liegen. Das ist eine ganze Menge, sind die Arbeiten der Affalterbacher doch deutlich im Hochpreissegment angesiedelt.

Für DaimlerChrysler ist AMG ein sicherer Gradmesser für die Marktakzeptanz teurer sportlicher Nischenfahrzeuge. Derzeit schwärmt Hubbert von einer "hervorragenden Profitabilität".

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