Mittwoch, 19. Dezember 2018

Werner Baier Dem Himmel so nah

2. Teil: Von Porsche zu Webasto

Von Porsche zu Webasto

Über 20 Jahre lang führt Baier junior den Familienbetrieb. Anfang der Neunziger schließlich übergibt er die Führung niemand Geringerem als dem ehemaligen Porsche-Produktionschef Rudi Noppen. Noppens Posten bei Porsche übernimmt - Wendelin Wiedeking.

Denkzentrale: Unternehmenssitz in Stockdorf
1995 wechselt Werner Baier in den Aufsichtsrat - im Alter von 51 Jahren. Die Weichen für den Wachwechsel bei Webasto hatte er schon vorher gestellt. Franz-Josef Kortüm, von Ferdinand Piëch geschasster Ex-Audi-Chef, zieht 1994 in den Webasto-Vorstand ein. Kortüm, der Noppen 1999 als Webasto-Lenker ablöst, erweist sich als Glücksgriff für das Stockdorfer Unternehmen.

Geboren am 18. August 1950 in Billerbeck bei Münster, studierte Kortüm nach dem Abitur Betriebswirtschaft. Der Vater, aus bäuerlichen Verhältnissen stammend, hatte eine kleine Spedition, wo der Sohn schwer schuften musste. Als sein Vater erkrankte, übernahm Kortüm sogar für ein Jahr die Leitung der Firma.

Kein Ende der Erfolgsstory in Sicht

1979 begann er seine Karriere als Nutzfahrzeugverkäufer bei Daimler-Benz, startete in Berlin, wechselte in die Stuttgarter Zentrale, wurde Niederlassungsleiter in Saarbrücken, schließlich Nutzfahrzeugchef für den Inlandsmarkt. Bevor er zu Webasto ging, hatte ihn ein Personalberater an Audi vermittelt.

Heute erwirtschaften die weltweit 5200 Mitarbeiter von Webasto unter Kortüms Ägide einen Umsatz von 1,28 Milliarden Euro. Die eigenen Prognosen des Weltmarktführers für automobile Dachsysteme wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr - wieder einmal - deutlich übertroffen. Der Jahresüberschuss verdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 30,6 Millionen Euro. Nach oben bleibt alles offen.

Deutschland, deine Unternehmer: Von Siegern und Verlierern


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