Montag, 10. Dezember 2018

Grimme-Preis 2003 Gold für Engelke und Dittrich

Die Fernsehnation beeindruckten die Schauspieler Axel Prahl und Anneke Kim Sarnau in dem düsteren Polizei-Drama "Die Hoffnung stirbt zuletzt", nun gewinnen beide einen der begehrten Grimme-Preise in Gold. Weitere Auszeichnungen gehen an Anke Engelke und Olli Dittrich.

Köln - Die Comedy-Stars Engelke und Dittrich erhalten die Trophäe für Buch, Regie und schauspielerische Leistungen in dem ZDF-Fernsehfilm "Blind Date: Taxi nach Schweinau".

 Überzeugte als bedrängte Polizistin: Schauspielerin Sarnau
DPA
Überzeugte als bedrängte Polizistin: Schauspielerin Sarnau
Die zweite Gold-Trophäe teilen sich Fred Breinersdorfer (Buch) und Marc Rothemund (Regie) mit den Schauspielern Anneke Kim Sarnau und Axel Prahl für die ARD-Produktion "Die Hoffnung stirbt zuletzt".

Sarnau spielt in dem beklemmenden Drama eine junge Polizistin, die nach der Versetzung zu einer neuen Dienststelle Opfer des Mobbing von Kollegen, unter anderem ihres Dienststellenleiters (Prahl) wird. Bereits bei der Nominierung Ende Januar hatte Bernd Gäbler, Direktor des Grimme-Instituts, Prahl als "Darstellerpersönlichkeit des Jahres 2002" gewürdigt.

Der 42-jährige Norddeutsche startete im vergangenen Jahr außerdem eine erfolgreiche neue "Tatort"-Reihe als Münsteraner Kommissar. Bereits vor zwei Jahren gewann er den Grimme-Preis als bester Darsteller für seine Rolle in Andreas Dresens "Halbe Treppe".

Ruff und Reif

Anneke Kim Sarnau bekam ebenfalls bereits einen Grimme-Preis im Jahre 2001 für ihre Rolle in der WDR-Produktion "Ende der Saison". Im vergangenen Jahr wurde die 31-jährige Hamburgerin außerdem mit dem deutschen Fernsehpreis als beste Darstellerin geehrt.

"Darsteller des Jahres": Preisträger Prahl
In der Kategorie "Spezial" erhalten Christiane Ruff für die Weiterentwicklung von Comedy-Formaten bei RTL und Marcel Reif für seine Fußball-Kommentierung beim Bezahlsender "Premiere" zwei Trophäen. Ein weiterer "Spezial"-Preis geht an Martin Buchholz für Buch und Regie der Dokumentationen "Der Mörder meiner Mutter" (Arte/SWR) und "Gott segne unseren Überfall" (SWR). Die "Besondere Ehrung" erhält der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar (WDR-Sendung "Quarks & Co.")

In der Kategorie "Fiktion & Unterhaltung" werden unter anderen die Schauspielerinnen Senta Berger für den Fernsehfilm "Unter Verdacht - Verdecktes Spiel" (ZDF/Arte) und Nina Hoss für "Toter Mann" (ZDF/Arte) ausgezeichnet, außerdem werden Regisseur Dominik Graf und die Nachwuchsschauspieler Matthias Schweighöfer und Jessica Schwarz für "Die Freunde der Freunde" (WDR/ARD) geehrt, ebenso wie die Schauspielerin Felicitas Woll für "Berlin, Berlin" (RB/NDR/ARD).

Auch Götz George ausgezeichnet

Der Publikumspreis der "Marler Gruppe" geht an Götz George, Klaus J. Behrendt und Andreas Kleinert für das Alzheimer-Drama "Mein Vater" (WDR/ARD).

Preisträger in der Kategorie "Information & Kultur" sind unter anderen der Autor und Regisseur von "Absolut Warhola" (ZDF/3sat/HR/WDR) Stanislaw Mucha, die Autoren des TV-Überraschungserfolges "Schwarzwaldhaus 1902" (SWR/ARD), Rudolf Schlenker und Volker Heise, sowie der Autor und Regisseur der Dokumentarfilm-Parodie "Kubrick, Nixon und der Mann im Mond" (Arte), William Karel.

Der Sonderpreis des Ministeriums für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport geht Christian Frei (Buch, Regie, Kamera, Schnitt, Produktion) für "War Photographer" (Arte), ein Porträt des Kriegs-Fotografen James Nachtwey.

Das Adolf-Grimme-Institut des Deutschen Volkshochschulverbands gab die die Namen der diesjährigen Preisträger am Dienstag in Köln bekannt Insgesamt werden bei der offiziellen Verleihung der Grimme-Preise am 21. März in Marl 41 deutsche "Fernseh-Oscars" verliehen.

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