Montag, 19. November 2018

Deutsche Bank Wieandt folgt auf Virtue

Nach dem Verkauf des Private-Equity-Portfolios an Ted Virtue und Graham Clempson wird Axel Wieandt bei der Deutschen Bank neuer Global Head of Corporate Investments.

Frankfurt – Nachdem die Deutsche Bank Börsen-Chart zeigen am Freitag auch offiziell den Verkauf eines Private-Equity-Portfolios im Wert von 1,502 Milliarden Euro an die beiden eigenen Topmanager Ted Virtue (42) und Graham Clempson bestätigt hat, wurde nun die wichtigste Personalie in diesem Zusammenhang geklärt.

Kommt aus einer Bankerfamilie: Axel Wieandt macht weiter Karriere
Für Ted Virtue, der die Bank nach dem Management-Buy-out verlässt, wird Axel Wieandt (36), bisher Leiter des Stabsbereichs Corporate Development, zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben die Rolle des Global Head of Corporate Investments der Deutschen Bank übernehmen. In diesem Bereich hat die Deutsche Bank alle verbleibenden Private-Equity- und Venture-Capital-Aktivitäten, sämtliche Industriebeteiligungen und eigenes Immobilienvermögen gebündelt.

Wieandt, der sich vor allem im Zuge seiner Arbeit bei der Integration von Bankers Trust empfohlen hatte, ist der Sohn des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der BfG Bank und jetzigen Sanierers der Schmidt Bank, Paul Wieandt (67).

Die Deutsche Bank bleibt mit 20 Prozent investiert

Das jetzt verkaufte Portfolio besteht aus Beteiligungen in den Vereinigten Staaten und Europa. In Europa gehören Center Parcs, United Biscuits, Lecta und Jefferson Smurfit zum Portfolio. In den Vereinigten Staaten sind unter den wichtigsten Beteiligungen Jostens, Prestige Brands, Noveon und Jenny Craig.

Die von Virtue und Clempson für die Übernahme des Portfolios gegründete Gesellschaft Mid Ocean Partners wird von einer Gruppe von Private-Equity-Investoren finanziert. Dazu gehören NIB Capital Private Equity, Ontario Teachers´ Merchant Bank, CPP Investment Board, Harbour-Vest Partners, Paul Capital Partners, Bregal, Coller Capital, Northwestern Mutual, The Yucaipa Companies und Presidential Life. Die Deutsche Bank wird einen 20-prozentigen Anteil an dem Portfolio behalten.

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