Dienstag, 27. September 2016

Deutsche Bank Signale aus London

Die alten Gerüchte erhalten neue Nahrung: Die Berufung des Briten Simon Pincombe zum neuen Pressesprecher wirft die Frage nach dem zukünftigen Hauptsitz der Bank wieder auf.

Breuer (m.) und Hartwig (r.) werden in Zukunft nicht mehr für die Deutsche Bank sprechen.
AP
Breuer (m.) und Hartwig (r.) werden in Zukunft nicht mehr für die Deutsche Bank sprechen.

Frankfurt am Main - Die Hauptversammlung der Deutschen Bank am 22.Mai wird einiges zu bieten haben. Neue Gesichter auf der einen Seite, Abschiede auf der anderen. Rolf Breuer wird von seinem langjährigen Weggefährten, dem derzeitigen Leiter der Presseabteilung Dierk Hartwig (57), in den Ruhestand begleitet.

Sein Nachfolger kommt aus London und heißt Simon Pincombe. Der 49jährige Brite ist seit 1997 Pressesprecher in London und bezeichnender Weise zuständig für die Pressearbeit im Konzernbereich Corporate and Institutional Banking, dessen Schwerpunkt eindeutig in London liegt.

London? Da war doch was. Immer wieder ging zuletzt das Gerücht, das Bankhaus wäre an einem Umzug in die Investment-Metropole interessiert. Das ist nach offiziellen Angaben kein Thema, trotzdem lädt die Berufung Pincombes zu Spekulationen ein. Insbesondere da der zukünftige Standort des neuen Pressesprechers Unternehmensangaben zufolge noch nicht ausgehandelt ist.

Der nach fünf Jahren scheidende Hartwig hat in seinen letzten Arbeitstagen alle Hände voll zu tun. Leo Kirchs Anzeige gegen seinen Chef, Berichte über gezielte Indiskretionen zu Lasten prominenter Kunden und immer wieder Gerüchte, der Branchenprimus Citigroup sei an der Deutschen Bank interessiert - Hartwig ist noch einmal gefordert bevor er am 22.Mai die Geschäfte übergibt.

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