Samstag, 30. Juli 2016

Studie Frauen führen anders

Frauen verhalten sich in Führungspositionen anders als Männer. Einer Studie zufolge kooperieren weibliche Spitzenkräfte mit ihren Mitarbeitern auf Augenhöhe und stellen hohe Ansprüche an die Stimmung im Arbeitsumfeld.

Wenn Frauen führen, setzen sie ihre Mitarbeiter mit dem Ziel der bestmöglichen Aufgabenlösung ein.
[M];mm.de
Wenn Frauen führen, setzen sie ihre Mitarbeiter mit dem Ziel der bestmöglichen Aufgabenlösung ein.

München - Laut einer Studie der Münchener Kommunikations- und Unternehmensberatung "System und Kommunikation" führen Frauen oft nach dem Prinzip des "princeps inter pares". Indem sie ihren Mitarbeitern Freiräume bieten, fördern Frauen deren Motivation und kreatives Potenzial.

Männer führen dagegen eher hierarchisch und sehen sich als diejenigen, die an der Spitze den Überblick haben. Dadurch werde aber das Potenzial der Mitarbeiter eingegrenzt.

Frauen sind nach den Ergebnissen der Studie auch deutlich weniger aufstiegsorientiert. Bei der Übernahme einer neuen Position entscheiden sie nicht nach karriererelevanten Gesichtspunkten, sondern danach, ob die Aufgabe interessant ist.

Weibliche Führungskräfte reagieren daher bei einer Verschlechterung der Unternehmenskultur sehr kritisch und verlassen notfalls auch die Firma. Männer registrierten eine schlechte Unternehmenskultur zwar auch, tendenziell würden sie aber in solchen Fällen an ihren Karriereinvestitionen "bis hin zum Verlust der persönlichen Selbstachtung" festhalten.

Mit der Umsetzung von starren Vorgaben und Plänen von oben haben Frauen allerdings eher Probleme. Sie setzen statt dessen lieber auf reagierende Planung, die neue Entwicklungen mit einbezieht. Durch diese Prozess-Orientierung werde aber eine kontinuierliche Kunden- und Marktanpassung ermöglicht.

Für die Studie wurden jeweils 20 Frauen und Männer in Führungspositionen aus verschiedenen Branchen interviewt. Sie sollten dabei ihre gesamte Arbeitsbiographie erzählen. Durch das "ungefragte" Erzählen könne man erkennen, was für die Befragten wirklich relevant ist, erklärten die Autoren der Untersuchung.

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