Freitag, 16. November 2018

Albert Oeckl "PR-Papst" gestorben

Im Alter von 91 Jahren stirbt einer der Pioniere der Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland.

Heidelberg - Der als "PR-Papst" titulierte Professor ist am Montag in Heidelberg verstorben, wie die Deutsche Public-Relations-Gesellschaft (DPRG) heute in Bonn mitteilte. Oeckl war Mitbegründer und Ehrenpräsident der DPRG.

Der promovierte Volkswirt, in Nürnberg geboren, hat über ein halbes Jahrhundert die Kommunikationsbranche mitgeprägt und mehrere Standardwerke verfasst. Das von Oeckl seit 1950 herausgegebene "Taschenbuch des öffentlichen Lebens" steht in allen Redaktionsstuben und ist dort nur als "der Oeckl" bekannt.

Nach dem Studium war Oeckl von 1936 bis 1945 in der Direktions- und Presseabteilung der I.G. Farben tätig. 1950 wurde Oeckl Leiter der Öffentlichkeitsarbeit beim Deutschen Industrie- und Handelstag (DIHT). Von 1959 an baute Oeckl die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit des Ludwigshafener Chemiekonzerns BASF auf. Daneben standen Lehrtätigkeiten an den Universitäten Heidelberg, Augsburg und Rom.

Oeckl gilt als derjenige, der im Deutschen das Wort "Öffentlichkeitsarbeit" erfunden hat. Seinen Vorgesetzten beim DIHT habe das amerikanische "Public Relations" missfallen, so dass er einen anderen Ausdruck finden musste, sagte er einmal.

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